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Teppich-Betrüger legen 79-jährigen Rentner rein

Artikel vom 02.09.2010 - 20.38 Uhr

Teppich-Betrüger legen 79-jährigen Rentner rein

Karben (süd). Die Kripo fahndet nach mehreren Betrügern, die einem 79-jährigen Karbener minderwertige Teppiche angedreht haben und dabei mehrere Tausend Euro erbeuteten. Die Beamten setzen auf Zeugen, die in der Assenheimer Straße in Groß-Karben Beobachtungen gemacht haben.
Das erste Mal hatte der 79-Jährige am 28. Juli Besuch. An diesem Tag erschien ein etwa 60 Jahre alter Mann an seiner Haustür. Er sei Perser und sammele Geld für seinen im Irak inhaftierten Vater. Er benötige für eine Kaution einen Geldbetrag, um damit in der Schweiz ein Konto zu eröffnen. Er bot einen angeblich hochwertigen Teppich für 3500 Euro an. Den Mann schätzt der Betrogene auf etwa 60 Jahre, er ist 1,70 Meter groß, mit schmächtiger Figur und dunklem Haar. Er soll persisches Aussehen haben. Der Mann nannte vermutlich falsche Personalien und erhielt das geforderte Geld für den Teppich.

Am 30. Juli klingelte es wieder an der Tür des Karbeners. Diesmal gab sich ein Mann als Sohn des 60-Jährigen aus. Dieser bot ihm zwei Teppiche für insgesamt 2000 Euro an. Dieses Geld benötige man noch für den inhaftierten Großvater. Der jüngere Täter ist etwa 40 Jahre alt, 1,70 Meter groß und schmächtig. Er hat dunkle Haare. Nach dem Erhalt des Betrages bedankte sich der Mann überschwänglich und händigte die zwei Teppiche aus. Den dritten Besuch erhielt der Rentner am 18. August. Jetzt stand eine Frau vor der Tür, die sich als Ehefrau des 60-Jährigen ausgab. Sie bot dem Karbener drei Teppiche an. Als Grund gab sie an, ihre Enkelin befinde sich im Iran und solle in ein Kinderheim gesteckt werden. Sollte für die Enkelin in den nächsten Tagen kein Geld überwiesen werden, so werde man ihr den kleinen Finger abschneiden. Für die drei Teppiche bekam die Frau 4500 Euro. Der Geschädigte beschreibt die Frau als etwa 60 Jahre alte Person mit langen schwarzen Haaren. Sie soll kräftig und etwa 1,60 Meter groß sein.

Das vierte Mal erschien nochmals diese Frau am 27. August, diesmal mit der Enkelin, die nach Angaben des Rentners etwa fünf bis sechs Jahre alt ist. Das Mädchen hat dunkle lange Haare und eine Zahnlücke im Oberkiefer. Die Frau bat nun um Geld für den Inhaftierten. Sie erhielt nochmals 6500 Euro, diesmal ohne einen Teppich zu übergeben. Sie versprach jedoch, das Geld wieder zurückzuzahlen.

Nach diesem Besuch ließ der Karbener die erhaltenen Teppiche schätzen und musste feststellen, dass es sich um wertlose Teile handelt. Unmittelbar danach rief die Frau nochmals an und bat um weitere 1200 Euro. Der 79-Jährige sagte, er habe kein Geld mehr. Einige Tage später sah er die gesamte Familie in einem Pkw im Bereich der Rathausstraße, vermutlich in einem größeren VW mit dunkler Farbe.

Besonders von Interesse für die Polizei sind Zeugen, die die Personen an den besagten Tagen in der Assenheimer Straße gesehen haben. Wichtig sei ein Autokennzeichen. Hinweise nimmt die Polizei in Friedberg unter der Rufnummer 0 60 31/60 10 entgegen.

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Artikel vom 02.09.2010 - 20.38 Uhr
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