Der künftige Bürgermeister Guido Rahn (CDU), der selber in Burg-Gräfenrode lebt, wertete die Schließung der Filiale als »keine glückliche Entscheidung«. Er sei deswegen auch am Mittwoch bereits bei Vorstand Sedlak gewesen und habe ihm die Bedenken vorgetragen. Gerade ältere Menschen treffe diese Entscheidung. »Diejenigen, die kein Auto haben, sind dann abgeschnitten«, sagte Rahn am Mittwoch in einer Sitzungspause des Kreistages auf WZ-Anfrage. Es müsse künftig darauf geachtet werden, dass der von der Sparkasse angekündigte Vor-Ort-Service auch eingehalten werde, und das nicht nur ein paar Monate.
Heidelbach »verärgert«
Ortsvorsteher Karlfred Heidelbach zeigte sich »verärgert« über die Entscheidung der Sparkasse. Der Vorstand habe diese Entscheidung mitgeteilt, aber keine konkreten Belege dafür vorgelegt. Er sei langjähriger Kunde der Sparkasse und überlege nun, ob er nicht wechseln werde. Immerhin habe man das Versprechen von Sedlak, dass der heutige Filial-Mitarbeiter, den viele in Burg-Gräfenrode kennen, noch mindestens zwei Jahre zuständig sein solle. »Darauf werden wir auch beharren«, so Heidelbach abschließend.