Karben (aho). Für die Veranstalter der 8. Karbener Sportnacht war der geringe Zulauf der Jugendlichen am Freitagabend sichtlich schmerzhaft. Erklärungen fanden die Jugendbeauftragten des Berufsbildungswerks Südhessen (Bbw), wo die Sportnacht turnusgemäß stattfand, an diesem Abend noch nicht.
Viel Mut beweist dieser Fahrrad-Trialer des TGV Schotten.
(Foto: Hofmann)
Der mäßige Besuch bedeutete für Matthias Kliebisch und Franziska Gerlach »dass wir ganz neue Konzepte brauchen«. Die Sportnacht wird vom Fachdienst Kinder- und Jugendarbeit der Stadt, der Turnabteilung des KSV Klein-Karben und der Sozialarbeit der Kurt-Schumacher-Schule im Wechsel im Jukuz, an der KSS und im Bbw veranstaltet.
Tischfußball-Stadtmeisterschaft
Dabei hatten sich die Veranstalter angestrengt, den Gästen ein attraktives Angebot zu machen: die Karbener Stadtmeisterschaft im Tischfußball, ein Fußballturnier, einen »Promille-Parcours«, Musik von den Bands »Skatastrophe« und »X10derness« sowie Essen, das von den Koch- und Beikoch-Lehrlingen des BBW zubereitet worden war.
Besonders traurig sei es, dass für die Basketball-Spieler der Frankfurter »Deutsche Bank Skyliners« nicht einmal zehn Jugendliche gekommen seien, bedauerte Kliebisch, wo es vor wenigen Jahren noch bis zu 50 Jugendliche gewesen waren.
Nur fünf Fußballteams dabei
Überall - auch bei der sonst so beliebten Fußball-Stadtmeisterschaft - war ein Rückgang zu verzeichnen. Zur »schönsten Nebensache der Welt« hatten sich gerade mal fünf Mannschaften gemeldet.
Mit ihrer sehenswerten Vorstellung versetzten die jungen Fahrrad-Trialer vom TGV Schotten ihre Zuschauer in Erstaunen. Die selbst zum Teil in nationalen Wettbewerben startenden Zehn- bis 14-Jährigen verblüfften ihr Publikum immer wieder mit ihren akrobatischen Nummern, mit denen sie, ohne die Füße zu benutzen, mit hoher Konzentration und Körperspannung Hindernisse wie Bänke oder Fässer überwanden.
Im Anschluss konnten die Zuschauer den verblüffenden »Stunts« selbst nacheifern. Aber schon mit den Rädern stehen zu bleiben oder eine Runde zu fahren war unvermutet anstrengend und schweißtreibend. Der zehnjährige Felix Keitel und die zwölfjährige Marie-Sophie Stauch zeigten mit fünf ihrer Vereinskameraden beim »Trial« Körper- und Rad-Beherrschung auf einem verblüffenden Niveau. Das bemerkten insbesondere die Gäste, die selbst versuchten, auf einem Trial-Bike auch nur das Gleichgewicht zu halten. Denn das Stehen, wie auch das Balancieren auf dem Hinterrad sind ein »Muss«, um über die Hindernisse des Parcours zu gelangen, den die »Trial«-begeisterten Jugendlichen überwinden mussten.