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Winterlandschaft per Rad erkundet

Artikel vom 03.01.2010 - 19.00 Uhr

Winterlandschaft per Rad erkundet

Hungen (dv). Engagierte Radfahrer lassen sich auch vom winterlichen Wetter nicht abhalten auf ihren fahrbaren Untersatz zu steigen. 35 Fahrerinnen und Fahrer trafen sich am Samstag zum Start der zweiten Winter-Country-Tourenfahrt des Radfahrervereins »Germania 1912 Hungen« am Tennisheim.
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Hungen (dv). Engagierte Radfahrer lassen sich auch vom winterlichen Wetter nicht abhalten auf ihren fahrbaren Untersatz zu steigen. 35 Fahrerinnen und Fahrer (etwas weniger als 2009) hatten sich am Samstag zum Start der zweiten Winter-Country-Tourenfahrt des Radfahrervereins »Germania 1912 Hungen« am Tennisheim getroffen. Es war die erste von 152 bundesweit angemeldeten Fahrten im Jahr 2010. Drei Strecken mit unterschiedlicher Länge und Höhendifferenz waren ausgeschrieben mit Punktwertung des Bundes Deutscher Radfahrer. Die kürzeste führte über 33 Kilometer (300 Meter Höhenunterschied), die weiteste hatte 54 Kilometer (900 Meter Höhenunterschied). Mit 18 Fahrern, darunter die jüngsten Teilnehmer Joshua Lösche (14) und Fabian Butteron (15), startete die Hälfte der Teilnehmer über die Distanz von 46 Kilometern, bei der es 600 Meter Höhendifferenz zu überwinden galt.

Carsten Butteron, der Vorsitzende des Radfahrervereins, begrüßte die Gäste und gab einige Verhaltensregeln bekannt. Butteron selbst ist begeisterter Tourenfahrer. Zwar ist er auch stolz auf die Erfolge der Kunstradfahrer des Vereins, aber seine Liebe gilt der langen Strecke. Einmal Hungen - Gießen und zurück - für viele eine »reife Leistung« - ist für ihn »‘mal eben eine Trainingseinheit«. Bereits zwei Mal hat er mit seinem Kollegen Carsten Beinecke die insgesamt 775 Kilometer zur Partnerstadt Saint Bonnet de Mure nonstop absolviert.

Fachwart Beinecke war auch der Organisator dieser Country-Tour und führte die Gruppe über 54 Kilometer. Martin Lösche unterstützte ihn am Ende und sorgte dafür, dass alle beieinander blieben, da die Route nicht ausgeschildert war. Die stärkste Gruppe begleiteten Carsten Butteron und Lothar Mommberger. Antje Dietz und Volker Dietz waren für die Fahrer auf der 33 Kilometer-Route verantwortlich.

Bei knappen Minusgradentemperaturen und Sonnenschein waren ideale Bedingungen gegeben. Dennoch ist für eine solche Fahrt ein gutes Mountain-Bike nötig. Ein Servicewagen begleitete die Strecke. Leider musste ein Radfahrer nach fünf Kilometern wegen eines eingefrorenen Schaltungsfreilaufs aufgeben: Es traf den Teilnehmer mit der weitesten Anfahrt. Manfred Kiesel (Grünstadt/Pfalz) war bereits im letzten Jahr in Hungen. Er hatte die 160 Kilometer Anreise nicht gescheut, die er mit der nächsten Tour in Neu-Isenburg verbindet. Ein ähnlicher Defekt wurde am Stop in Ulfa mit heißer Bouillon beseitigt. Die gab es für die Radler zusammen mit Keksen und Schmalzbrot zur Stärkung für die weiteren Kilometer. Von diesem Stopp führte der Weg die Langstreckler in einer Schleife über Stornfels und Einartshausen. Gegen 14 Uhr waren alle wohlbehalten zurück und stärkten sich bei Erbsensuppe, Kaffee und Kuchen. Es gab nur positive Stimmen zum Verlauf, was letztlich auch darauf zurück zuführen war, dass die Verantwortlichen die Strecken mehrmals abgefahren und ihre Befahrbarkeit auch bei Matsch und Schnee getestet hatten. (Foto: dv)

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Artikel vom 03.01.2010 - 19.00 Uhr
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