Wie sich die Landwirtschaft im 20. Jahrhundert veränderte
Hungen (tr). Der Heimatkundliche Arbeitskreis innerhalb der Evangelischen Kirchengemeinde Villingen stellte am »Tag des offenen Denkmals« in Villingen seine beiden neuen Bücher vor: »Vom Kuhgespann zum Mähdrescher« sowie »Alte Häuser erzählen ihre Geschichte«.
Autoren des Heimatkundlichen Arbeitskreises Villingen, von links: Wilhelm Konrad, Werner Jung, Heinz Probst und Otto Rühl.
Die Autoren haben bereits in mehr als 35 Publikationen über die Vor- und Frühgeschichte sowie die Geschichte des heutigen Hungener Ortsteiles herausgebracht. So wurden die »Villingener Hefte« nicht nur im namensgebenden Ort zu einem Begriff für Heimatkunde und Heimatgeschichte.
In diesem Herbst hat sich der Arbeitskreis entschlossen, Fotos aus dem früheren Dorfleben bis zur Gegenwart in einem großformatigen Buch mit dem Titel: »Vom Kuhgespann zum Mähdrescher« zu veröffentlichen. Das Buch hat 154 Seiten, nach einführenden Texten enthält es ausschließlich historische und einige jüngere Fotos. Die Kapitel zeigen Kühe, Pferde und Gespanne, aber auch Arbeiten auf dem Feld und Ansichten des Dorfes. So spiegelt das Buch die Landwirtschaft in den letzten 50 Jahren des 20. Jahrhunderts wider. Außerdem stellten Heinz Probst und seine Kollegen Otto Rühl, Wilhelm Konrad und Werner Jung das zweite Buch vor: »Alte Häuser erzählen ihre Geschichte« ist in Vorbereitung. Passend zum Motto des Denkmaltages »Vergangenheit aufgedeckt - Archäologie und Bauforschung« werden die älteren Häuser in Villingen und ihre früheren Bewohner in Bild und Text auf rund 220 Seiten vorgestellt. Ausgehend von alten Katasterplänen und anderen Unterlagen aus dem Gemeindearchiv wurde eine Auswahl von rund 200 Häusern und Gebäuden getroffen, die einzeln dargestellt werden. Dieses Buch soll im kommenden Jahr herausgebracht werden. Zurzeit laufen die umfangreichen Arbeiten auf Hochtouren.
In einer kleinen Ausstellung am »Tag des offenen Denkmals« wurden aber schon das Gesamtkonzept, das Layout und einige Musterseiten gezeigt. In der Zeitung »Denkmal«, herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege in Hessen, wurde dieses Buch ebenfalls schon angekündigt. Auch haben die Verantwortlichen des Amtes schon Interesse bekundet an den umfangreichen Recherchen zur Baugeschichte eines Dorfes. Die bisherigen Villingener Hefte und die bereits erschienen Bücher haben fast alle Familien im Dorf erreicht. Die Autoren hoffen auf einen ebenso guten Zuspruch für die beiden neuen Publikationen. Fast jeder Villinger werde Spuren seiner Herkunft und seiner Vorfahren finden.