Hungen (agl). Der Einsatz hat sich gelohnt: Nachdem die Gesamtschule Hungen am Montag den Unterricht durch einen »Tag für Haiti« ersetzt hat, kommt nun eine große Summe für die Opfer des Erdbebens in dem karibischen Land zusammen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten bei Firmen und Privatpersonen, in der Grundschule und in der Gesamtschule selbst. Der Stundenlohn wird zusammengetragen und kommt den Menschen in Haiti zugute.
Gesamtschüler Luis-Manuel Baumert befestigt gemeinsam mit dem Hausmeister einen Flucht- und Rettungsplan. (Foto: agl)
Am Dienstag teilte Schuldirektor Ingolf Hoefer auf Anfrage der »Allgemeinen Zeitung« mit, dass es eine Tendenz zu etwa 25 000 Euro gebe. Eine genaue Summe konnte er noch nicht nennen. Hoefer rechnete jedoch vor, dass pro Klasse im Durchschnitt 500 Euro und mehr zusammengekommen seien. Die Schule zähle 47 Klassen. Hinzu kommen direkte Spenden, die nicht in Form eines »Stundenlohnes« zur Verfügung gestellt wurden.
Zum Teil seien beträchtliche Summen für Haiti erwirtschaftet worden, lobte Hoefer und nannte als Beispiel eine Zwölftklässlerin, die 135 Euro vom »Tag für Haiti« mitgebracht habe. »Wir sind sehr zufrieden und sehr froh darüber, wie gut hier im Umfeld Firmen und Privatpersonen als ›Arbeitgeber‹ fungiert haben«, zog der Schulleiter eine positive Bilanz.
Zudem habe es auch Unterstützung weit über die städtischen Grenzen hinaus gegeben. Das verdiente und gespendete Geld soll über ein Aktionsbündnis den Menschen in Haiti zugute kommen, kündigte Hoefer an.
8 Spenden für Haiti können weiterhin auf das Konto der Gesamtschule Hungen überwiesen werden: Nummer 81 08 34 01 bei der Volksbank Mittelhessen (BLZ 513 90 000), Betreff »Haiti«.