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»Stöffche’« der Landrätin weniger berauschend

Artikel vom 07.06.2010 - 04.00 Uhr

»Stöffche’« der Landrätin weniger berauschend

Gießen/Hungen (dv). Die Obstanlage des Vereins für Gartenbau und Landschaftspflege Inheiden (OGV) war am Wochenende Austragungsort des zweiten Apfelwein-Wettbewerbs der Selbstkelterer. Der Verein der hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute im Landkreis Gießen hatte die Konkurrenz ausgeschrieben.
Die besten Alpfelwein-Selbstkelterer aus dem Kreis Gießen mit Landrätin Anita Schneider.	(Foto: dv)
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Die besten Alpfelwein-Selbstkelterer aus dem Kreis Gießen mit Landrätin Anita Schneider. (Foto: dv)
Dessen Vorsitzender Bernd Rainer Metzger hieß die Gäste willkommen. Reiner Käs vom Vorstand der Apfelwein- und Obstwiesenroute eröffnete die Veranstaltung.

Nach der großen Resonanz im Vorjahr mit 32 Teilnehmern war aufgrund der weithin schwachen Ernte im Herbst die Beteiligung entsprechend geringer. Käs freute sich aber, dass immerhin noch zwei Vereine, die OGV aus Londorf und Albach, sowie 16 Privatleute ihr »Stöffche’« vorstellten. Die Grüße des Kreises übermittelte Umweltdezernent Klaus Becker.

Dann ging es an das Verkosten. Das Besondere ist: Alle Selbstkelterer bewerteten alle anonymisierten Apfelweinproben. Drei Kriterien galt es zu beurteilen, wobei der Geschmack mit maximal 12 Punkten ausschlaggebend war. Für den Geruch waren vier Punkte zu vergeben und für die Farbe drei Punkte.

Die Zeit der Auswertung überbrückte Fachwart Robert Stelz mit einer Führung durch die Obstanlage, in der 1500 Bäume stehen.

Inzwischen waren Landrätin Anita Schneider eingetroffen und Klaus Döring, der Vorsitzende der Apfelwein- und Obstwiesenroute. Die Landrätin betonte, dass dieser Wettbewerb dazu dienen solle, die Pflege der Bäume auf den Streuobstwiesen zu verstärken. Das Keltern sei außerdem ein Ritual, das in der Region eine große Tradition habe.

Spannend wurde es, als Hans-Jürgen Müller, Vorstandsmitglied der Apfelwein- und Obstwiesenroute, die Auswertung vorlas, denn es ging in der Spitze eng zu. Dazu kam, dass es zwei fünfte Plätze gab. Sieger mit 229 Punkten wurde Günter Roth aus Bettenhausen. Er erhielt den Wanderbembel, der nach dreimaligem Gewinn in den Besitz übergeht. Preise gab es zudem für Karl-Heinz Weil (226) aus Bellersheim, Michael Schöneck (225), Markus Block (224) aus Bettenhausen, Peter Bayer (194) aus Bellersheim und Bernd Schlosser (194) aus Grüningen.

Als Kelterin stellte sich, wenn auch außer Konkurrenz, die Landrätin der Kritik der Jury. Sie hatte ihren Apfelwein aus den im eigenen Garten wachsenden Äpfeln hergestellt und mitgebracht. Das Ergebnis war nicht so berauschend, doch versprach Schneider, beim nächsten Wettbewerb ein besseres »Stöffche’« dem kritischen Geschmack der Juroren vorstellen zu wollen.

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Artikel vom 07.06.2010 - 04.00 Uhr
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