Hungen (dv). Unter neuer Regie und mit einer neue Konzeption fand am Wochenende die Steinheimer Kirmes statt.
»Eventnachmittag« bei der Steinheimer Kirmes: Die »Carambas« als Cheerleader. (Foto: dv)
Im letzten Jahr zeichnete sich ab, dass kein Verein mehr eigenständig die Kirmes ausrichten wollte, obwohl alle den Erhalt wünschten. Klaus-Peter Hofmann, der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, ergriff mit Jürgen Hofmann die Initiative. Der »Verein zur Förderung des Gemeinwesens 2010« wurde gegründet mit dem vorrangigen Ziel, die Steinheimer Kirmes zu erhalten.
Die Rückendeckung der Vereine, die sich direkt oder durch Mitglieder einbrachten, war vorhanden. Zum Führungsteam kamen Christian Kammer und Christian Hün hinzu.
Die Steinheimer Kirmes, über den Ort hinaus bekannt, startete wieder auf dem Festplatz hinter dem Sportgelände. Bei der Freitagsdisco legten zwei DJs von zwei Bühnen auf. Am Sonnabend spielte die Partyband »Holiday« zum Tanz. Für den geplanten Showtanzwettbewerb am Sonntagnachmittag lagen zu wenige Zusagen vor. So wurde er kurzerhand in »Eventnachmittag« umgetauft und von Jürgen Hofmann moderierte. Nach dem Bellersheimer Musikzug waren die »Expressions« eine Augenweide. Die Tanzgruppe unter der Leitung von Silke Maar kam vom TV Erlenbach. Dass sie sich bundesweit unter den Top 15 platziert haben, spricht für die Qualität ihres Auftritts.
Der SV Steinheim hatte seine drei Tanzgruppen aktiviert, die von Nicole Siegl trainiert werden. Die Jüngsten, die »Carambas«, traten gleich zwei Mal auf und zu »Chocolata« zeigten sie sich als zukünftige Cheerleader. Die »Sweet devils« in einer eigenwilligen Choreografie gefielen ebenso wie die altbekannten Steinheimer »Flappy Cheeks«. Den Abschluss der Tanzvorführungen machten die »No rules« aus Harbach unter Leitung von Ricarda und Alice Werner. Ein Karaoketeil und ein Feuerschlucker vervollständigten das Nachmittagprogramm.
Der Abend stand unter dem Motto »Goldene Erinnerungen«. So nannte sich auch die Kapelle, in der Musiker von »Silvermoon« mitspielten, die über 20 Jahre lang die Stammkapelle der Steinheimer Kirmes gewesen waren. Am Montag klang die Kirmes mit dem traditionellen Frühschoppen aus. »Es ist schon stressig«, meinte Klaus-Peter Hofmann, der organisatorische Flexibilität zeigen musste. Mit dem Besuch war er zufrieden, ob auch das finanzielle Ergebnis Mut für das kommende Jahr machen werde, müsse man abwarten.