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Hoffnung für den »Seeblick« in Inheiden?

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Artikel vom 18.09.2014 - 10.00 Uhr

Hoffnung für den »Seeblick« in Inheiden?

Hungen (nab). »So eine Frittenbude habe ich noch nie gesehen, du sitzt wirklich hier in einem Paradies«, war Frank Rosins Kommentar, als er den Imbiss »Seeblick« in Inheiden zum ersten Mal gesehen hat. Bereits vor zwei Monaten hatte nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit ein Fernsehteam um den Koch einen Beitrag für die Sendung »Rosins Restaurants« am Inheidener See gedreht.

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Fernsehkoch Frank Rosin (mitte) drehte für »Rosins Restaurants« am Imbiss »Seeblick« am Inheidener See und griff Betreiber Markus Schmidt unter die Arme (rechts). Auch Bürgermeister Rainer Wengorsch hatte einen Gastauftritt (links). (Screenshots: nab)
© Red
Am Dienstagabend wurde dieser Beitrag mit dem Titel »Getrübter Seeblick« nun auf Kabel 1 ausgestrahlt. Zwar brachte die Sendung gleich am nächsten Morgen dem eher schlecht laufenden Imbiss rund 20 Besucher, der gesundheitlich angeschlagene Betreiber wird aber nun auch beispielsweise bei Facebook mit Kommentaren zur Sendung niedergemacht.

Rosin, Fernsehkoch und Gastronom, führt ein Gourmetrestaurant in Dorsten – ausgezeichnet mit zwei Michelinsternen und 17 Punkten im Gault Millau. Er kam nach Inheiden, um den 49-jährigen Betreiber Markus Schmidt zu unterstützen, den See-Imbiss, der zudem etwas abgelegen auf der Inheidener Seite liegt, wieder auf Vordermann zu bringen.

Kühlhaus und Steg

Seit 17 Jahren ist der »Seeblick« in Familienbesitz. Als Schmidts Vater vor vier Jahren starb und seine Mutter krank wurde, übernahm er die Leitung und baute die Bretterbude seiner Eltern in ein ansehnliches Haus um. Doch der Umsatz blieb aus und die Schulden häuften sich. Diese versucht er seither auch durch einen Nebenjob auf einem Recyclinghof abzubezahlen.

Rosin krempelte die Gerichte der Speisekarte um, zeigte Schmidt und seinen Aushilfen einfache Rezepte mit frischen Zutaten und schaffte neue Geräte für die Küche an. Handwerker richteten einen Gastraum im ehemaligen Abstellraum ein, der Besucher auch bei schlechtem Wetter in das Lokal locken soll. Außerdem ergänzten sie das Gebäude um Besuchertoiletten und ein funktionierendes Kühlhaus. Auch Bürgermeister Rainer Wengorsch hatte einen Auftritt, um mit Rosin über die Genehmigung eines Stegs am Seeufer zu reden und damit die Location attraktiver zu machen.

Was aus dem »Seeblick« zwei Monate nach den Dreharbeiten geworden ist, zeigte im Anschluss ein Beitrag in der Sendung »K1 Reportage«. Und wie sieht’s heute aus? Einen Tag nach der Fernsehausstrahlung hatte Schmidt alle Hände voll zu tun. Mehr als 40 Besucher hatte er am Nachmittag zu versorgen. Seinen Nebenjob hat er aber weiterhin, weil es sonst eher schleppend läuft. Vielleicht geht es ja jetzt bergauf.

Die ganze Folge gibt's im Internet unter www.kabeleins.de/tv/rosins-restaurants/episoden/seeblick-inheiden-in-hungen.

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Leserkommentare
(24.09.2014 06:58)
convelgi
Nur zu empfehlen
Neugierig geworden durch die Sendung haben wir uns letzten Freitagnachmittag zum Inheidener Seeblick aufgemacht. Wir wollten einfach mal sehen wie es denn nun in Natura aussieht. Und wir sind nicht enttäuscht worden. Ein schöner spätsommerlicher Nachmittag, ein wunderschöner See, den unser Enkel auch gleich durchschwimmen musste und eine entspannende Ruhe. Sozusagen das Sahnehäubchen war dann aber das Essen des Seeblicks. Wirklich ausgesprochen lecker und preiswert. Und die Pommes! Also, wer wirklich mal so richtig leckere fritierte Kartoffelstäbchen essen möchte, dem sei der Seeblick empfohlen.
Für mich und meine Familie jedenfalls steht fest, dass wir ein neues Fleckchen für unsere Kurz- und Naherholung gefunden haben.
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