Hungen (dv). »Hier ist ein Juwel mitten in der Natur mit Vorzeigecharakter entstanden«, stellte Rainer Schwarz fest. Der Vorstandsvorsitzende der OVAG eröffnete nach fünfjähriger Sanierung Hof Graß vor zahlreichen Besuchern und geladenen Gästen.
Wiedereröffnung von Hof Graß: Das »Ladies Swing Quartett« unterhielt die Besucher.
Neben Büros, Wohungen, Versammlungsraum und Gastronomie haben hier auch das von den Hungener Limesfreunden betreute Limesinformationszentrum und das Hungener Stadtarchiv ein neues Domizil gefunden.
Wie Schwarz erläuterte, hatte die OVAG vor zehn Jahren das Hofgut erworben, um die Landwirtschaft zu extensivieren und die Qualität des Grundwassers zu sichern, das im Wasserwerk Inheiden gefördert wird. Zehn Gebäude mussten saniert und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Die Gestaltung sei gelungen, meinte Schwarz. Man werde das Ensemble auch für kulturelle Veranstaltungen nutzen. So sind am 11. August die Burgfestspielen Bad Vilbel auf Hof Graß zu Gast.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Stefan Alexander Rautenberg. Der Licher machte seiner Berufsbezeichnung »Maitre de Plaisier« alle Ehre. Immer wieder versetzte er das Publikum mit verblüffenden Zaubertricks in Erstaunen. Eingangs hatte er für die musikalische Eröffnung mit Mozarts »Kleiner Nachtmusik« das »Duo Bravo« vorgestellt. Der Geiger Robert Varady, auch als »Teufelsgeiger« bezeichnet, wurde am Klavier von seiner Frau Iryna begleitet.
Pluspunkt für den Tourismus
Landrätin Anita Schneider beglückwünschte die OVAG zu dieser »Perle im Landkreis Gießen«, wie sie es nannte. Das Unternehmen habe mit dem Kauf und den Investitionen Mut bewiesen und das schützenswerte Ensemble mit Leben erfüllt.
Hungens Bürgermeister Rainer Wengorsch übermittelte die Glückwünsche der städtischen Gremien. In dem ehemals landwirtschaftlichen Anwesen seien Tradition und Fortschritt zusammengekommen. Von den Gebäuden seien sieben mit Auflagen des Denkmalschutzes saniert worden. Hungen habe sich eingebracht mit dem Limesinformationszentrum, das vom Verein der Limesfreunde ehrenamtlich betreut werde, und dem Stadtarchiv. Die Zusammenarbeit sei gut gewesen. Der neue Hof Graß sei eine Bereicherung des touristischen Angebots für Hungen, stellte Wengorsch erfreut fest.