Großübung in Nonnenroth: Ohne Atemschutz ging nichts
Hungen (tr). »Brand im Dorfgemeinschaftshaus in Nonnenroth, zwölf Personen müssen aus dem Gebäude gerettet werden« - so lautete am Samstag die Vorgabe für eine Großübung in Nonnenroth.
Großübung in Nonnenroth: Trainiert wurde die Rettung von eingeschlossenen Personen aus dem brennenden Bürgerhaus. (Foto: tr)
Zunächst wurde die Feuerwehr Nonnenroth wegen einer unklaren Rauchentwicklung im Bürgerhaus alarmiert. Als die Helfer eintrafen, stand die Kegelbahn schon stark unter Rauch; sieben Personen befanden sich im Inneren. Zug um Zug wurden dann auch die Wehren aus Villingen, Hungen, Langd und Inheiden sowie aus Ober-Bessingen nachalarmiert.
Um in das Gebäude eindringen zu können, mussten die Wehrleute mit schwerem Atemschutzgerät arbeiten. Die sieben Eingeschlossenen mussten ins Freie gebracht werden. Das Feuer hatte sich mittlerweile über das Treppenhaus bis in den Saal des Bürgerhauses vorgearbeitet, in dem sich weitere fünf Personen befanden. Auch diese konnten mit Atemschutzgeräten aus dem verqualmten Gebäude geholt und ins Freie gebracht werden. Insgesamt waren 63 Feuerwehrleute, darunter 17 Atemschutzgeräteträger, im Einsatz, wie Nonnenroths Wehrführer Marco Hoppe erläuterte. Er hatte die Übung ausgearbeitet und auch die Einsatzleitung übernommen. Nach rund einer Stunde waren nicht nur die Personen gerettet, sondern auch die letzten Brandnester mittels Wärmebildkamera aufgespürt und gelöscht worden. Wie Wehrführer Hoppe und Stadtbrandinspektor Richard Pleyer, der als Beobachter vor Ort war, erläuterten, sind solche Großübungen nötig, um das Zusammenwirken von mehreren Feuerwehren zu trainieren. Der Verlauf soll in einer Nachbesprechung analysiert werden.