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Einsatz für bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Artikel vom 19.12.2011 - 15.35 Uhr

Einsatz für bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Hungen (us). Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben sich die »Lokalen Bündnisse für Familien« auf die Fahnen geschrieben. Auch in Hungen gibt es etliche Akteure, die sich auf ganz unterschiedliche Weise ehrenamtlich für dieses Ziel engagieren.

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Auch in Hungen wurde die Erklärung der »Lokalen Bündnisse für Familien« für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterzeichnet. Darius-Adam Duda (Mühl24), Bürgermeister Rainer Wengorsch, Malermeister Hartmut Gall und Alexandra Kureth (Gesamtschule Hungen) unterschrieben das Papier im Beisein der Vertreterinnen des Bündnis’. (Foto: us)
Jetzt soll das Netz noch dichter geknüpft werden. Sichtbarer Ausdruck dafür ist eine Erklärung »Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland«, die Lokale Bündnisse in ganz Deutschland unterzeichnen. Für Hungen setzten am Donnerstag Bürgermeister Rainer Wengorsch, Darius-Adam Duda (Prokurist von Mühl24), Malermeister Hartmut Gall und Alexandra Kureth, die Oberstufenleiterin der Gesamtschule Hungen, ihre Unterschrift auf das Schriftstück.

Bereits im März hatte das Hungener Bündnis eine Podiumsdiskussion initiiert. »Familienfreundlichkeit als Standortfaktor« lautete das Thema, zu dem seinerzeit auch Duda und Gall Stellung nahmen. Wie Unternehmen auf familiäre Bedürfnisse ihrer Arbeitnehmer eingehen können, erläuterten sie am Donnerstag mit den Vertreterinnen der verschiedenen Bündnis-Initiativen. Bei »Mühl24« zum Beispiel bemüht man sich im Rahmen von verschiedenen Arbeitszeitmodellen und im Rahmen der Schichtarbeit, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen. Der Malerbetrieb Gall hat eine mobile Zeiterfassung eingeführt. Wer Zeit für die Familie braucht, kann angefallene Überstunden abgelten. Die beiden Arbeitgeber betonten aber auch, dass bei aller Flexibilität die Belange der Firma berücksichtigt werden müssen. »Das ist ein Geben und Nehmen.« Duda brachte einen weiteren Aspekt ins Spiel: Es ist nicht nur die Kinderbetreuung, die Mitarbeitern unter den Nägeln brennt. Deutlich größer sei bei Mühl24 die Gruppe derjenigen, die sich um pflegebedürftige Familienmitglieder zu kümmern haben. Dabei liege Rücksichtnahme auf private Bedürfnisse der Arbeitnehmer durchaus im Interesse der Arbeitgeber. Wer auf motivierte Mitarbeiter Wert lege und gute Kräfte halten wolle, müsse für ein gutes Arbeitsumfeld sorgen.

Als »Sprecherin des Lokalen Bündnisses für Familien« machte Angelika Werner-Wildhack auf die sogenannte »Sandwich-Generation« aufmerksam, also jene Menschen, die berufstätig sind und sich gleichzeitig um ihre Kinder und/oder die betagten eigenen Eltern kümmern müssen. Für sie sind die vielfältigen Angebote des Bündnisses gedacht. Um das Anliegen in die Öffentlichkeit zu Tragen, soll ein Wettbewerb »Familienfreundliche Betriebe in Hungen« ausgelobt werden. Darüber wollen Stadt und Stadtmarketing zur besseren Orientierung demnächst einen Familienwegweiser herausgeben. Dieser Familien-Navi soll aufzeigen, wie gut die Bildungs-, Freizeit- und Erziehungslandschaft in Hungen entwickelt ist. Eine wichtige Rolle kommt dabei den Schulen bei. So versteht sich die Gesamtschule als »Lebensraum«, in dem Kinder und Jugendliche immer mehr Zeit verbringen. Gegenwärtig sei eine Betreuung bis 15.30 Uhr gewährleistet, sagte Alexandra Kureth. Der Bürgermeister sagte dem »Lokalen Bündnis« Unterstützung zu. Zudem bemühe sich die Stadt als Arbeitgeber, den Mitarbeitern der Verwaltung familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu bieten.

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Wer sich für die »Lokalen Bündnisse für Familien« interessiert findet Infos unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de . Ansprechpartnerin in der Stadtverwaltung Hungen ist Sabine Nickel (06402/8540 oder E-Mail snickel@hungen.de

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Artikel vom 19.12.2011 - 15.35 Uhr
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