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»Die Amigos«: Treu zu den Fans und zum deutschen Schlager

Artikel vom 03.09.2010 - 10.00 Uhr

»Die Amigos«: Treu zu den Fans und zum deutschen Schlager

Die erste Besetzung der »Amigos« in den frühen Siebzigern: (von links) Rudi Lang, Bernd Ulrich, Günther Zimmer und Karl-Heinz Ul
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Die erste Besetzung der »Amigos« in den frühen Siebzigern: (von links) Rudi Lang, Bernd Ulrich, Günther Zimmer und Karl-Heinz Ulrich. Das Auto, ein »Ford Capri« gehörte übrigens Karl-Heinz. (Fotos: privat)
1970 schlug die Geburtststunde der »Amigos«, zu denen neben Zimmer auch Rudi Lang gehört. damals die Amigos mit Günther Zimmer und Rudi Lang. Erst einmal hieß es »Klinken putzen!« Mit eingängigen deutschen Schlagern im Gepäck ging die Reise unermüdlich und tagein, tagaus von Stadt zu Stadt. Die Beharrlichkeit zahlte sich aus. Von Konzert zu Konzert wuchs die Fangemeinde. 1986 ergab sich erstmals die Möglichkeit einer Studioaufnahme. Diese erste Eigenkomposition widmeten die Brüder Ulrich ihren Eltern. Und so hieß das Lied auch »Uns’re Eltern«.

Von nun an komponierten sie, was das Zeug hielt. Die Titel nahmen die beiden Musiker im Keller auf und schickten sie als Demo-Version an verschiedene Plattenfirmen - jedoch ohne Erfolg. Schließlich beschlossen die beiden, sich auf Live-Auftritte zu beschränken. Als die Rufe der Fangemeinde nach einer CD »mit den typischen Amigos-Liedern« immer lauter wurden, nahm man die Sache selbst in die Hand. Zwei Garagen wurden zu einem Musikstudio umgebaut.

In ihrer langen musikalischen Laufbahn mussten die »Amigos« auch Schicksalsschläge verkraften. 1980 hatte Rudi Lang die Gruppe aus beruflichen Gründen verlassen. Man machte zu Dritt weiter, bis ihr Organist Günther Zimmer 1985 mit46 Jahren aus dem Leben gerissen wurde.Karl-Heinz und Bernd Ulrich dachten ans Aufhören, so sehr traf sie der plötzliche Tod dese Freundes. Doch sie spielten zu Zweit weiter. Bei Auftritten wurden sie von Musikerfreunden unterstützt. Peter Fischer war so ein treuer Freund. Er stellte den beiden auch den Keyboarder Withold Piwonski vor, der in seiner polnischen Heimat Musik studiert hatte und in Deutschland als Musiklehrer tätig war. »Withold war für uns wie ein Sechser im Lotto«, sagen die Ulrich-Brüder noch heute.

Schade nur, dass er den großen Durchbruch nicht mehr habe miterleben können. Withold war 2000 erkrankt, ins Wachkoma gefallen und 2008 verstorben. Einen Ersatz für ihn haben die »Amigos« nicht gefunden. Seither treten sie als Duo auf. Bei zahlreichen Konzerten werden sie von Bernds Tochter Daniela unterstützt, die schon als kleines Mädchen begeistert sang. Mittlerweile hat Daniela Alfinito ihren eigenen Weg gefunden und zwei CDs - »Bahnhof der Sehnsucht« und »Wahnsinn« - veröffentlicht.

Für die »Amigos« kam der Durchbruch im September 2006, nach dem Wechsel zur Plattenfirma MCP. Dank ihrer treuen Fans waren die beiden Villinger bei »Achims MDR-Hitparade« mit ihrem Titel »Dann kam ein Engel« erfolgreich. Sie wurden »Musikantenkaiser« und errangen diesen Titel dann auch für das gesamte Jahr 2006. Ein Jahr später verbuchten die »Amigos« insgesamt 94 Wochenplatzierungen unter den »Top 100«. Danach gingen sie erstmals sehr erfolgreich auf Solo-Tournee. Ihre Fans strömten zuhauf in die Konzerthallen und feierten begeistert ihre Stars.



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Artikel vom 03.09.2010 - 10.00 Uhr
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