Büchereien: Hungen und Lich vereinbaren Kooperation
Hungen/Lich (pm/us). Mit Rücksicht auf die prekäre Haushaltssituation haben die Städte Hungen und Lich eine enge Kooperation bei Betrieb und der Unterhaltung der künftigen Stadtbibliothek in Lich getroffen. Die bibliothekarische Fachkraft, die in Teilzeit die Hungener Stadtbücherei betreut, wird künftig auch in Lich tätig sein.
Die Städte Hungen und Lich haben die Zusammenarbeit im Bereich ihrer Büchereien vertraglich besiegelt. (Foto: pm)
Eine entsprechende Vereinbarung ist jetzt von den Bürgermeistern Bernd Klein und Klaus Peter Weber sowie deren Stellvertretern Barbara Kröger und Herbert Engel unterzeichnet worden.
In einer Pressemitteilung weist die Stadt Hungen darauf hin, dass der Landkreis Gießen als Aufsichtsbehörde bei der Genehmigung der Haushalte beider Städte eine stärkere Zusammenarbeit gefordert hatte. Damit die Stadt Lich kein eigenes Personal für den Aufbau und den Betrieb ihrer neuen Bibliothek einstellen muss, wird die Stelle der Hungener Fachkraft aufgestockt, so dass die Mitarbeiterin künftig auch in Lich tätig werden kann.
Die Licher Stadtverordentenversammlung hatte kürzlich beschlossen, die Mitarbeiterin ab dem 1. Juni 2010 und befristet auf drei Jahre mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von bis zu 19,5 Wochenstunden zu beschäftigen und der Stadt Hungen die dafür anfallenden Kosten zu erstatten. Die neue Licher Stadtbücherei soll in einem Fachwerkhaus am Kirchenplatz untergebracht werden, das gegenwärtig umgebaut wird. Das Geld dafür stammt aus Mitteln der Altstadtsanierung. Die Baumaßnahme soll voraussichtlich im Frühjahr 2011 abgeschlossen sein.
Die Bibliotheksfachkraft soll bis dahin in enger Abstimmung mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Fördervereins Stadtbibliothek Lich das endgültige Nutzungskonzept abstimmen. Außerdem müssen Entscheidungen zur Einrichtung, zur Anschaffung von Medien und zur Ausstattung mit EDV getroffen werden.
Wie die Stadt Hungen mitteilte, ist die Kooperation der beiden Städte ist aber nicht nur alleine auf den Personaleinsatz beschränkt. Im Sinne eines kostengünstigen Betriebs wird auch der gemeinsame Einsatz der EDV und der Austausch von Medien erwogen.