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Bei grauem Himmel standen die Zeichen auf Sonne

Artikel vom 02.11.2009 - 23.15 Uhr

Bei grauem Himmel standen die Zeichen auf Sonne

Hungen (us). Der Himmel über Trais-Horloff war am Montag grau, doch auf der ehemaligen Braunkohlehalde standen die Zeichen auf Sonne.
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So grau wie gestern sollte der Himmel über Trais-Horloff besser nicht bleiben: Auf der ehemaligen Braunkohlenhalde fiel der offizielle Startschuss für den Bau des Solarparks, der der Stadt Hungen von 2010 an jährlich 10 000 Euro an Einnahmen bescheren soll. Extra aus Taiwan angereist war Dr. Petér ML Lee (links) , Verkaufsdirektor der AU Optronics Corporation, die die Module produziert hat. Über Einzelheiten des Projekts informierten Thomas Sandner (2. von links), der Vorstandsvorsitzende der Abakus Solar AG und Bürgermeister Klaus Peter Weber.
© us
Dort beginnt in diesen Tagen nämlich die Installation von 12 672 Fotovoltaik-Modulen, die von 2010 an jährlich 2,633 Millionen Kilowattstunden an Strom erzeugen sollen; also eine Menge, die dem Verbrauch von 1100 Haushalten entspricht. »Es gab viele Skeptiker. Trotzdem haben wir es gewagt, diesen Weg zu gehen«, sagte Bürgermeister Klaus Peter Weber beim offiziellen Startschuss für den Bau des Solarparks, den die Stadtwerke in eigener Regie betreiben werden. 100 000 Euro soll die Anlage der Stadt zunächst jährlich einbrinen, später sogar mehr.

Die Stadt Hungen hat sich den verstärkten Einsatz regenerativer Energien auf die Fahnen geschrieben. Für die Gewinnung von Solarenergie erschien die 80 000 Quadratmeter große ehemalige Braunkohlehalde bei Trais-Horloff den Verantwortlichen der Stadt gut geeignet.

Bürgermeister Klaus Peter Weber wies gestern darauf hin, dass seit Juni 2008 binnen eines guten Jahres die bauleitplanerischen Voraussetzungen für dieses ambitionierte Vorhaben geschaffen worden seien. Man betrachte den Solarpark als »Leuchtturmprojekt« für die gesamte Region. Weber dankte allen Beratern und Planern, die dazu beigetragen haben, die Anlage auf den Weg zu bringen. Die Verwaltung einer Kleinstadt wie Hungen allein wäre mit einer solchen Maßnahme überfordert, machte Weber klar.

Gebaut wird die Anlage von der in Gelnhausen ansässigen Abakus Solar AG, die nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren als letzter Interessent übrig geblieben war. Vorstandsvorsitzender Thomas Sandner zeigte sich erfreut darüber, dass sich die Stadtverordnetenversammlung dazu durchgerungen hat, den Solarpark nicht an einen Finanzinvestor zu verpachten, sondern die Anlage in Eigenregie zu betreiben und dafür die Investitionskosten von 10,84 Millionen Euro in Kauf zu nehmen.

Diesem für Hungen imposantem Betrag stehen bei einer Mindestlaufzeit von 20 Jahren Einnahmen aus der Einspeisevergütung von 16,79 Millionen Euro gegenüber. Sandner versicherte, dass es sich bei den kristallinen Modulen um eine sehr solide Anlage handele. Er geht davon aus, dass sie die 20-jährige Mindeslaufzeit überdauern wird. »Sie werden noch Ihren Spaß daran haben, wenn die Einspeisevergütung abgelaufen ist«, prognostizierte er den Hungenern. Und er wies darauf hin, dass der umweltfreundliche Strom aus Trais-Horloff dazu beitragen werde, jährlich 2400 Tonnen CO2 einzusparen. »Alles, was hier ins Netz eingespeist wird, kommt bei den Verbrauchern an und muss woanders nicht produziert werden«, sagte Sandner.



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Artikel vom 02.11.2009 - 23.15 Uhr
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Leserkommentare
(03.11.2009 08:14)
tma
Solaranlagen gehören auf ...
...Dächer, nicht auf die grüne Wiese. So begrüßenwert wie das Vorhaben ist, regenerative Energie in großem Maßstab zu nutzen - in Deutschland werden immer noch täglich mehr als 100 ha Fläche "verbraucht". Es gibt gewiss genug Dächer, auf denen Platz ist für noch tausende von Solarmodulen. Da muss man nicht 8 ha Land für verbraten...
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