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450 000 Euro aus Hungen für das Limes-Informationszentrum

Artikel vom 11.11.2009 - 17.39 Uhr

450 000 Euro aus Hungen für das Limes-Informationszentrum

Das Weltkulturerbe Limes beschäftigte den Haupt- und Finanzausschuss. Vorsitzender Udo Matthiae bat Bürgermeister Klaus Peter Weber um Stellungnahme.
Hungen (dv). Ein Limes-Informationszentrum im ehemaligen Landarbeiterhaus des Großprojekts Hof Grass der Ovag sei ja schon länger im Gespräch, meinte Weber. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung habe für Unesco-Welterbestätten 150 Millionen Euro bereitgestellt und betroffene Kommunen aufgefordert, Projektvorschläge für Investitionen bis zum 31. März 2009 einzureichen. In Zusammenarbeit der Verwaltung mit der Ovag sei es gelungen, termingerecht einen entsprechenden Projektvorschlag einzureichen. Nunmehr sei Hungen als Förderempfänger anerkannt, 900 000 Euro würden in den Jahren 2009 bis 2011 bereitgestellt. Voraussetzung sei allerdings, dass sich Hungen mit 450 000 Euro in das Projekt einbringe, da nur kommunale Zuwendungsempfänger anerkannt werden. Der Magistrat sehe darin nicht nur eine Aufwertung für Hungen, so Weber sondern eine Ausstrahlung in die weitere Region und empfehle die Bereitstellung der notwendigen Mittel. Erforderlich sind noch in diesem Jahr 200 000 Euro, im Nachtragshaushalt bereits eingearbeitet, und in den zwei Folgejahren je 125 000 Euro.

Joachim Schäfer, Freie Wähler, fragte nach möglicher Kollision mit den Fördermitteln für den Limesradweg was Weber verneinte. Wolfgang Becker, SPD, betonte das Engagement Hungens, auch mit dem geplanten Stadtarchiv, und erwartet ein entsprechendes Sponsoring der Ovag beim Stadtmarketing. Norbert Marsfelde, CDU, monierte eine wiederum kurze Frist zur Entscheidung und die Tatsache, dass ein Vertrag über die Modalitäten der Folgekosten erst danach verhandelt werde. Weber verwies noch einmal auf die Notwendigkeit einer verbindlichen Zusage der Stadt, um die Mittel zu erhalten und vorher könne man eben auch nichts aushandeln. Holger Frutig, Freie Wähler, forderte, dass zukünftig diese Beteiligung Hungens auch in der Öffentlichkeit herausgestellt werden müsse. Der Erste Stadtrat Herbert Engel äußerte sich zu der aus seiner Sicht enormen Bedeutung des Informationszentrums und nannte die, wenn auch eher ideelle, Unterstützung der »Region Gießener Land«. Ferner stehe mit dem Verein der Limesfreunde ein engagierter Kreis zur Betreuung des Info-Zentrums zur Verfügung. Der Beschluss war einstimmig.

Auf die 1. Änderung der Nachtragshaushaltssatzung 2009 mit einem Punkt ging Weber nur kurz ein, die Hintergründe seien ausreichend bekannt. Sie beinhaltet die Bereitstellung von 8,5 Millionen Euro bei den Stadtwerken für den Solarpark in Trais-Horloff. Bei zwei Gegenstimmen wurde die Vorlage angenommen. Die Freien Wähler stimmten dagegen, da ihnen die Eigenfinanzierung über die Stadtwerke zu risikoreich ist. Sie hatten den Pachtvertrag mit einem Investor favorisiert.

Schülerbetreuung im Obbornhofener BGH?

Abschließend fragte Matthiae nach der Zukunft der derzeit geschlossenen Gaststätte im Obbornhofener Bürgerhaus. Weber sagte dazu, die Grundschuleschule des Stadtteils habe Bedarf angemeldet für ihre Betreuungsangebote. Der Kreis als Schulträger sei nicht abgeneigt, wolle aber alle Unterhaltsmaßnahmen vertraglich der Stadt anhängen. Daran könne die Stadt nicht interessiert sein zumal man dafür kein Geld in Kasse habe. Zur Zeit sei alles offen.

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Artikel vom 11.11.2009 - 17.39 Uhr
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