Artikel vom
11.02.2010 - 04.00 Uhr
Weiberfastnacht im Gießener Land
Gießen / Hüttenberg (no). Im Gießener Land haben am heutigen Donnerstag die (närrischen) Frauen das Sagen, führen das Regiment: Weiberfastnacht – im Rheinland als Wieverfastelovend ein alter Brauch – erobert nach und nach die karnevalistische Gemeinde im Oberhessischen.
© Hessischer Rundfunk
Wie im Februar-»Streifzug«, dem Monatsmagazin dieser Zeitung, ausführlich berichtet, hatte es vor gut 25 Jahren nur eine einzige »Weibersitzung« gegeben – jene in Bellersheim bei Hungen. Mittlerweile »das zarte Geschlecht« ein knappes Dutzend dieser Veranstaltungen zur Auswahl. Als landesweit bekannte und dazu noch hübsch anzuschauende Ikone dieses Männer diskriminierenden Genres gilt die in der Hüttenberger und Großen-Lindener Fastnacht wurzelnde Karin Schmidt (Foto), die seit 2003 der Fernseh-Sitzung »Frauen in die Bütt! Die hessische Weiberfastnacht« vorsteht. Am vergangenen Donnerstag war Aufzeichnung, heute von 22.30 Uhr an ist die Stadtallendorfer HR-Gala im »Dritten« zu sehen. Die Umtriebigen allerdings zieht es zum unmittelbaren Vergügen in eine Narrhalla ihrer Wahl. Vielleicht nach Krofdorf in die Mehrzweckhalle, wo die »Bösen Mädchen« fürs gut vierstündige Programm bereits knapp 400 Karten im Vorverkauf abngesetzt haben. Oder nach Holzheim (»Mixed Pickles«), Saasen oder Reiskirchen oder …