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In den ersten Jahren ging es um Hilfen für erkrankte Mütter

Artikel vom 02.12.2009 - 19.11 Uhr

In den ersten Jahren ging es um Hilfen für erkrankte Mütter

Hüttenberg (jow). Den Grundstein für die Frauenhilfe in Hochelheim legte 1929 die damalige Pfarrfrau Margarete Schneider 1929. Die Frau von Paul Schneider, Mitglied der Bekennenden Kirche und Opfer des Nationalsozialismus, gründete die Institution in den damals zusammengehörenden Kirchengemeinden Hochelheim und Dornholzhausen mit 17 Mitgliedern. Aus Anlass des 80-jährigen Bestehens feierten die Hüttenberger Christen am Sonntag einen feierlichen Gottesdienst in der Hochelheimer Kirche.
80 Jahre evangelische Frauenhilfe in Hochelheim: Das Bild zeigt Maria Hanke (lange Vorsitzende in Hochelheim), Pfarrerin Andrea
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80 Jahre evangelische Frauenhilfe in Hochelheim: Das Bild zeigt Maria Hanke (lange Vorsitzende in Hochelheim), Pfarrerin Andrea Ehrhardt, die Vorsitzende jetzige Erika Martin, ihre Stellvertreterin Dorothea Weisheit, Martha Müller (lange Vorsitzende in Hörnsheim), Marlene Förster und Pfarrer Heiko Ehrhardt. (Foto: jow)
Dafür hatte die Frauenhilfe extra einen Chor gebildet, der unter der Leitung von Walter Velten ein Lied vortrug, das die Frauen mit Margarete Schneider gesungen hatten.

In ihrer Predigt erinnerte Pfarrerin Andrea Ehrhardt an die Geschichte der Sturmstillung. Auch in der 80-jährigen Geschichte der Frauenhilfe habe es stürmische und ruhige Zeiten gegeben. »Dabei konnten sie sich immer darauf verlassen, dass Jesus an ihrer Seite ist und mit ihnen im Boot sitzt.« Die Grüße des Kirchenkreises überbrachte die Vorsitzende der Frauenhilfe, Marlene Förster. In den vergangenen 80 Jahren hätten sie zusammen gestanden, praktische Hilfe geleistet und seien zudem geistliche Stütze für viele Menschen gewesen. Als Zeichen für das Wachstum der Frauenhilfe überreichte sie eine Kletterrose. »So wie diese Blume wächst und sich ihren Weg bahnt, wünsche ich es ihnen auch für die Zukunft der Frauenhilfe.«

Nach dem Gottesdienst ging es gemeinsam ins Gemeindezentrum, wo Bürgermeister Dr. Manfred Schmidt für die Frauen gekocht hatte. Am Nachmittag gab es im Rahmen des Seniorennachmittags der Kirchengemeinde ein buntes Programm. Dieses wurde musikalisch von einem Flötentrio und dem Singkreis bereichert. Erika Martin und Dorothea Weisheit führten einen Sketch vor, Pfarrer Heiko Ehrhardt las aus der Geschichte »Hilfe, die Herdmanns kommen« vor. Dazu waren auch Gäste aus Dornholzhausen eingeladen. Während Dornholzhausen mittlerweile eine selbständige Frauenhilfe hat, hat sich die Frauenhilfe Hochelheim seit der Zusammenlegung der Kirchengemeinden mit Hörnsheim zusammengetan. Vorsitzende seit der Gründung in Hochelheim waren Elisabeth Wenz, Hanna Weippert und Maria Hanke, die dieses Amt bis zum Jahr 2007 rund 30 Jahre lang innehatte. Seither hat Erika Martin die Leitung inne.

In den 70er Jahren stieg die Anzahl der Mitglieder auf 100. Ihre Aufgabe in den Jahren nach der Gründung sahen die Frauen insbesondere in der Hilfestellung für erkrankte Mütter. So sprangen sie bei der Erntearbeit ein und kochten für die ganze Familie. Aktuell leisten die Frauen finanzielle Unterstützung für verschiedene Projekte, so unter anderem für die Bodelschwingh’schen Anstalten in Bethel, für den CVJM Hochelheim und Hörnsheim und für die Paul-Schneider-Gesellschaft. Darüber hinaus zählen Krankenbesuche in der Kirchengemeinde zu ihren Aufgaben. Die Zahl der Mitglieder beläuft sich heute auf 47. Die Evangelische Frauenhilfe der Kir chengemeinde Hochelheim-Hörnsheim trifft sich alle 14 Tage im Paul-Schneider-Gemeindezentrum zur Frauenhilfsstunde.

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