Auch Gershwins Liebesleben griffen die Künstler auf. Er komponierte sowohl Stücke für den Broadway als auch klassische Konzerte. Zum Vortrag kamen auch Stücke aus »Lady, Be Good«. Vor der Arbeit an der Oper »Porgy and Bess«, das nach der Pause thematisiert wurde, verbrachte Gershwin einen Sommer in Folly Island in der Nähe von Charleston (South Carolina), um sich mit der afro-amerikanischen Musik vertrauter zu machen. Da durften natürlich auch nicht Melodien aus »Rhapsody in Blue« fehlen. Viele seiner Werke erlangten auch über Amerika hinaus große Popularität und wurden später von neueren Musikrichtungen aufgegriffen. Gershwins kurze Schaffenszeit wurde jäh beendet, als er in Hollywood an der Partitur von »The Goldwyn Follies« arbeitete. Dort brach er am Flügel zusammen und starb 1937 an einem Gehirntumor.
Aus einem überaus reichen Fundus hatte Lorenz ein Programm zusammengestellt, das die vielen Seiten Gershwins zeigt - die melancholische, lustige, temperamentvolle und sanfte. Die Zuschauer dankten für die rund zweistündige Hommage zwischen Jazz und Klassik mit großem Applaus. (Foto: jow)