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Ehrenbürgermeister Hans Schmidt mit dem Kronkreuz geehrt

Artikel vom 19.01.2010 - 18.00 Uhr

Ehrenbürgermeister Hans Schmidt mit dem Kronkreuz geehrt

Hüttenberg (jow). Der Hüttenberger Ehrenbürgermeister Hans Schmidt hat aus den Händen des Vorsitzenden der Hüttenberger Diakoniestation, Pfarrer Heiko Ehrhardt, und des scheidenden Geschäftsführers Karl-Ernst Platt das Kronkreuz der Diakonie entgegengenommen.
K.-E. Platt
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K.-E. Platt
Damit wurden seine langjährigen Verdienste für die Diakonie gewürdigt. »Das Kronkreuz zeigt den Hinweis auf den Herrn der Kirche«, erklärte Pfarrer i. R. Platt im Gottesdienst. Dies haben, so Platt, bisher nur Elfriede Lang-Krüger und Ottilie Martin verliehen bekommen. Schmidt habe sich in seiner Zeit als Bürgermeister früh und vehement dafür eingesetzt, die Pflegedienste in anerkannte Trägerschaft zu bringen.

So sei man am 1. Januar 1980 mit einer Gemeindeschwester und unter finanzieller Beteiligung der Gemeinde gestartet. Ziel sei immer gewesen, pflegebedürftige Menschen nicht mit der Stoppuhr in der Hand zu pflegen. Auch die Gründung des Fördervereins sei maßgeblich ein »Kind des Altbürgermeisters«. Zudem habe er in langwierigen Prozessen die Seniorenbetreuung durch den Bau des Seniorenzentrums vorangebracht. »Der 30. Geburtstag der Diakonie ist der richtige Anlass, diese Ehrung zu überreichen«, sagte Platt.

Schmidt sagte, nur gemeinsam mit Kirche und Gemeinde habe man dies alles erreichen können. »Dazu haben unzählige Gespräche stattgefunden«, berichtete Schmidt, der deutlich machte, dass dies immer im Interesse der pflegebedürftigen Menschen geschehen sei. Die Diakoniestation feierte den ökumenischen Gottesdienst anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens.

Pfarrer Martin Drechsler verdeutlichte in seiner Predigt, dass hinter den 30 Jahren, die man unter dem Motto »Erfahrung die zählt« absolviert habe, mehr stehe, als der berufsmäßige Dienst an Kranken und Hilfsbedürftigen. Auch wenn mit den Vorgaben des Gesetzgebers und dem Konkurrenzdruck nicht immer einfach zu agieren sei, gelte es doch, auch andere Akzente zu setzen. Neben dem praktischen Dienst und der Unterstützung der kranken Menschen müsse das Profil der Diakonie geschärft werden. Der Mensch dürfe nicht das Produkt irgendwelcher Pflegestufen sein, sondern die Pfleger sollten Mut dazu haben, sich Zeit zu nehmen für die Menschen. Wichtig sei es auch, den eigenen Glauben zu pflegen und die Menschen aufgrund der christlichen Basis zu stützen und zu fördern. »Dies dürfen sie auch von ihrem Arbeitgeber verlangen«, so Drechsler. Verabschiedet wurde eine Persönlichkeit, die wie kein Zweiter für die Diakonie in Hüttenberg steht: Karl-Ernst Platt wirkte zehn Jahre als ehrenamtlicher Geschäftsführer der Diakoniestation, war in den 30 Jahren des Bestehens der Station in leitender Position tätig und hat, wie Ehrhardt erklärte, maßgeblich an der Umsetzung eines innovativen Projektes mitgeholfen. Die Nachfolge solle bis Sommer geregelt werden, kündigte Ehrhardt an. Platt gab sich bescheiden: »Ich habe nur das getan, was ich unserem Gott schuldig war. Nicht weil ich musste, sondern aus Dankbarkeit für die Liebe Gottes.« Er fügte mit einem Augenzwinkern hinzu, dass er nun als Pfarrer i. R. immer noch in Reichweite und Rufbereitschaft für Predigtdienste sei. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Singkreises unter Leitung von Walter Velten gestaltet, der auch die Orgel spielte. Neu in ihren Dienst eingeführt wurden die Gemeindeschwestern Andrea Fuchs, Annelie Fuchs-Vohla, Kornelia Krauskopf, Daniela Kreiling, Meike Kuhner, Andrea Taylor und Angela Zimmermann. Beim Empfang konnten die Besucher das Seniorenzentrum in Augenschein nehmen.

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