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Großeinsatz gegen Virusinfektion in Zeltlager

Artikel vom 11.07.2010 - 21.10 Uhr

Großeinsatz gegen Virusinfektion in Zeltlager

Homberg (bl). Großalarm nach einer mutmaßlichen Virus-Infektion gab es im Pfadfinder-Zeltlager Homberg am Wochenende. An die 30 Jugendliche einer katholischen Jugendgruppe lagerten dort, von ihnen mussten sechs nach Übelkeit und Durchfall stationär im Krankenhaus bleiben.
Die DRK-Helfer waren auf dem Zeltlagerplatz wegen mehrere Infizierter im Einsatz.
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Die DRK-Helfer waren auf dem Zeltlagerplatz wegen mehrere Infizierter im Einsatz.
Das Zeltlager wurde beendet, die nicht infizierten Jugendlichen wurden nach Hause gebracht. Was sich bereits in der Nacht zum Samstag abzeichnete wurde am Samstagvormittag klarer, immer mehr Jugendliche wurden von dem Erreger befallen, so dass Alarm für DRK Rettungsdienst und Schnell-Einsatz-Gruppe ausgelöst wurde. Deshalb waren zahlreiche Notärzte, DRK-Helfer und Feuerwehrleute aus Homberg im Einsatz.

Der Alsfelder Stadtbrandinspektor Horst Weber war neben dem Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor Peter Pfeil, vor Ort. Seinen Anfang nahm die Virusinfektion eigentlich schon am Donnerstag, wie mitgeteilt wurde. Damals musste der erste Patient in das Kreiskrankenhaus gebracht werden. Am Freitag wurden drei weitere Fälle bekannt. Seit diesem Zeitpunkt befand sich ein Notarzt in dem Lager. In der Nacht nahm dann die Häufigkeit zu. Am Freitagvormittag häufte sich die Zahl der Erkrankten, so dass zunächst die Feuerwehr vor Ort informiert wurde, weitere Ärzte und Notärzte sowie Helferinnen und Helfer des DRK alarmiert. Alle DRK-Ortsvereinigungen der Schnell-Einsatzgruppen und des Rettungsdienstes wurden alarmiert.

Der Leitende Notarzt, sein Stab und der Org-Leiter trennten zunächst die infizierten von den gesunden Jugendlichen, damit sich der bislang nicht genau bestimmte Erreger nicht weiter ausbreitet. Das Gesundheitsamt wurde informiert. Nach ersten Untersuchungen in einem Marburger Institut stellte sich heraus, dass es sich um einen Virus handelt, der durch Tröpfcheninfektion übertragen wird.

Die Helfer der DRK bauten vorsorglich Zelte auf, um weitere Erkrankte aufnehmen zu können. Von den rund 30 Jugendlichen mussten nach bisherigen Angaben sechs stationär in Krankenhäusern bleiben. Ein Kernbereich wurde abgesperrt und durfte nur mit Schutzkleidung Bekleidung betreten werden.

Wegen der zahlreichen Erkrankungen ordnete das Gesundheitsamt an, dass das Lager sofort aufgelöst werden sollte. Die noch gesunden Kinder sollten zügig ihre Rückreise antreten. Die erkrankten Jugendlichen sollten gesondert nach Hause gefahren werden oder kamen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Die Erkrankten klagten über Unwohlsein, Mattigkeit, Erbrechen und Durchfall. Es soll sich um keine Salmonelleninfektion durch das Essen gehandelt haben. Ansonsten hätten ich die Symptome noch schneller verbreitet.

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Artikel vom 11.07.2010 - 21.10 Uhr
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