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Vor 50 Jahren wurde O. Bepler Bürgermeister in Heuchelheim

Artikel vom 30.01.2012 - 18.37 Uhr

Vor 50 Jahren wurde O. Bepler Bürgermeister in Heuchelheim

Heuchelheim (so). Am 30. Januar ist es 50 Jahre her, dass der Sozialdemokrat Otto Bepler Bürgermeister von Heuchelheim wurde. Am 30. Januar 1962 übergab Bürgermeister Albert Schmidt das Amt an Bepler. Schmidt hatte von August 1945 an amtiert.

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Otto Bepler
Bepler leitete die Geschicke der Gemeinde bis zur Gründung der Stadt Lahn (1977) und hat deren Struktur geprägt wie kaum ein anderer. Etwa durch den im Frühling 1967 erfolgten freiwilligen Zusammenschluss von Heuchelheim und Kinzenbach über Landkreis-Grenzen hinweg und ungeachtet historischer Rivalitäten. Da richteten Bepler und seine Mitstreiter den Blick nach vorn auf die Bildung einer zukunftsfähigen Großgemeinde. Daran erinnert der Heimatforscher Gerhard Henkelmann, der einmal mehr der »Gießener Allgemeinen« Material aus seinem reichen Fundus bereitstellt.

Am 23. Juni 1912 in Kinzenbach geboren, besuchte Bepler in Heuchelheim die Volksschule. 1926 bis 1930 absolvierte er eine Schriftsetzerlehre in Gießen, wurde Lehrlingsausbilder und war zehn Jahre lang nebenamtlicher Fachlehrer. Sein größtes Anliegen im Leben war jedoch die Politik.

Der Sozialdemokrat war 1952-1956 Kreistagsabgeordneter und stellvertretender Kreistagsvorsitzender, 1956-1968 ehrenamtlicher Erster Kreisbeigeordneter, 1949-1962 Vorsitzender der SPD in seinem Heimatort, 1948-1958 Kreis- beziehungsweise Unterbezirkvorsitzender der SPD, Direktkandidat bei der Bundestagswahl 1953, zwischen 1952 und 1962 Heuchelheimer Gemeindevertreter.

Am 31. Oktober 1961 wurde Bepler einstimmig zum Bürgermeister seines Heimatortes gewählt. Auch als 1967 der freiwillige Zusammenschluss von Heuchelheim und Kinzenbach vollzogen wurde, übte er weiterhin das Amt des Bürgermeisters der Doppelgemeinde aus. Als dann die »Lahnstadt« gebildet wurde, hatte Otto Bepler das Pensionsalter erreicht. Er blieb aktiv, arbeitete schriftstellerisch und zur Lokalhistorie, erhob zudem immer wieder seine Stimme, wenn er es für angemessen hielt. Frieden zwischen den Völkern war ihm ein unbedingtes Anliegen, und so begleitete er wachen Auges auch bis zuletzt die Partnerschaften der Gemeinde. Bepler, dessen Geburtstag sich im kommenden Juni zum 100. Mal jährt, starb im September 2005. (Foto: Archiv)

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Artikel vom 30.01.2012 - 18.37 Uhr
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