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Von Mai an wird die Rodheimer Straße umgestaltet

Artikel vom 11.03.2010 - 21.43 Uhr

Von Mai an wird die Rodheimer Straße umgestaltet

Heuchelheim (so). Bereit im Mai soll in der unteren Rodheimer Straße der Verkehrsraum umgestaltet werden, um so eine Verkehrsberuhigung zu erzielen, wie sie in den vergangenen Jahren Konsens in allen Fraktionen war und auch den Bürgern, die dort wohnen, immer wieder in Aussicht gestellt wurde.
In diesem Abschnitt der Rodheimer Straße soll der Radweg künftig auf der Straße geführt werden 	(Foto: so)
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In diesem Abschnitt der Rodheimer Straße soll der Radweg künftig auf der Straße geführt werden (Foto: so)
Das Ziel: Den Durchgangsverkehr Richtung Biebertal und weiter ins Hinterland, respektive von dort Richtung Gießen bereits am Kreisel im Gleiberger Feld auf den Gießener Ring umzulenken und so die Rodheimer Straße insbesondere da, wo Wohnbebauung zu finden ist, zu entlasten.

Einbezogen werden soll da auch eine geänderte Radwegeführung, um für Radler und Fußgänger mehr Sicherheit zu schaffen.

Bislang läuft der Radweg im Verbund mit dem Gehweg auf der nordöstliche Seite - die jetzt zusammen mit dem Ingenieurbüro Zick-Hessler ausgearbeitete Variante sieht dagegen in Abschnitten ein Verlegen des Radwegs auf die Straße vor.

Konkret wird empfohlen: Vom Ortseingang bis zum ehemaligen Bahnübergang bleibt der Radweg wie gehabt erhalten. Etwa in Höhe der Videothek soll ein Überweg (»Querungshilfe«) angelegt werden. Der Radweg wird ab da beidseitig auf den breiten Gehwegen weitergeführt. Dazu wird eine Schutzstreifen markiert. Ab der Einmündung Brauhausstraße bis zur Wilhelmstraße wird der Radweg auf die Straße verlegt, die Radler werden dort auf einem entsprechend markierten Streifen geführt. Diesen abgerechnet, bleibt die Fahrbahn noch 4,66 Meter breit - ausreichend für Begegnungsverkehr, so die Planer.

Dies gilt zwar nicht als der ganz große Wurf, aber mit Rücksicht auf die derzeitige wirtschaftliche Situation werde diese Variante empfohlen, so Bürgermeister Lars Burkhard Steinz. Nachdem der Bauausschuss vor wenigen Tagen nochmals vor Ort war, konnte man auch die Gesamtkosten genauer beziffern: 111 000 Euro. Wenn das Land da 70 bis 80 Prozent aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beisteuert, dann bleiben die Kosten für die Gemeinde überschaubar mit etwa 22 000 bis 33 000 Euro.

Zögerlich zeigte sich derweil im Sozialausschss der Vertreter der Freien Wähler, Dirk Medebach: Ein Konsens zur Verkehrsberuhigung seiso doch nicht gegeben, stellte er die seit Jahren gemachten Überlegungen in Frage. Wolle man wirklich die Straße schmaler machen, so führe dies zu »Stopp und Go« im Verkehr und in Folge zu mehr Lärm und Abgas. Er regte an, den Radweg im unteren Bereich wenigstens auf einer Seite auf dem Gehweg zu belassen, um den Fluss des Autoverkehrs sicherzustellen.

Nach klarem Widerspruch von den Grünen und der Union, man arbeite seit zwei Jahren an einer Lösung, und die Verkehrsberuhigung sei sehr wohl stets von allen Fraktionen gewollt, verzichtete der Freie Wähler auf einen Antrag. Einen solchen behält sich seine Fraktion aber bis zur Parlamentssitzung vor.

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Artikel vom 11.03.2010 - 21.43 Uhr
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Leserkommentare
(11.03.2010 23:34)
Leser
Einseitige Radwege
Das Konzept ist eine deutliche Verbesserung, jedoch werden die rechtlichen Rahmenbedingungen übersehen: Bei einer Straße von knapp 10.000 Fahrzeugen täglich ist eine Radwegbenutzungspflicht innerorts nicht zulässig. In sofern muss in der gesamten Ortsdurchfahrt den schnellen und sicheren Radfahrern gestattet werden, die Fahrbahn zu nutzen. Dass man zusätzlich die Fußwege für den Radverkehr freigibt ist für langsame und unsichere Radfahrer richtig.
Eine verpflichtende Führung des Radverkehrs in beiden Richtungen auf einer Straßenseite mit Benutzungspflicht, wie sie bisher üblich war, ist hingegen seit der StVO-Novelle von 1997 rechtswidrig. Die freien Wähler sollten also noch mal die Verwaltungsvorschrift zu § 2 der Straßenverkehrsordnung lesen.
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