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Schunk ist wieder auf kräftigem Wachstumskurs

Artikel vom 02.09.2010 - 01.00 Uhr

Schunk ist wieder auf kräftigem Wachstumskurs

Heuchelheim (so/pm). Investitionen in Zukunftstechnologien zahlen sich aus. Binnen kürzester Zeit ist das Unternehmen an den mittelhessischen Standorten von Kurzarbeit auf Über-Auslastung umzustellen gewesen mit dazugehörigen Sonderschichten. Die Investitionen der vergangenen Jahre in den Standort Heuchelheim waren richtig – wir brauchen die Kapazitäten«, so Gerhard Federer, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk-Gruppe.
Die Produktion läuft am Standort Heuchelheim auf Hochtouren.
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Die Produktion läuft am Standort Heuchelheim auf Hochtouren.
Der weltweit agierende Technologiekonzern mit Stammsitz am Heuchelheimer Windhof hat laut Federer das schwierige Jahr 2009 gut überstanden und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

Federer geht davon aus, dass das Unternehmen mit einem Umsatz von 800 Millionen Euro in 2010 wieder sehr nahe an das Umsatz- und Beschäftigungsniveau des Rekordjahrs 2008 (810 Mio. Umsatz) herankommt. Allein an den drei mittelhessischen Standorten Heuchelheim, Wettenberg und Reiskichen beschäftigt Schunk mit knapp 2900 Mitarbeitern unverändert mehr als ein Drittel der weitweiten Belegschaft.

Die Gruppe sei 2009 nicht so hart von die Krise getroffen worden wie manch anderer, wenngleich weltweit ein Umsatzminus von zwölf Prozent zu verzeichnen war; in Westeuropa sogar 20 Prozent. Der amerikanische Markt zeigte sich für das Unternehmen derweil stabil und in Asien waren sogar Zuwächse zu verzeichnen. Dort wird mittlerweile ein Sechstel des Umsatzes der Gruppe getätigt. Die Wertschöpfung erfolgt derweil signifikant in Deutschland. Das soll auch so bleiben. Federers Analyse: Die globale Aufstellung hat geholfen, Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Trotzdem habe im vergangenen Jahr eine Reduzierung der weltweiten Gesamtbelegschaft nicht verhindert werden können. Der Stellenabbau hatte dabei vor allem die Auslandsgesellschaften getroffen, wo arbeitsmarktpolitische Möglichkeiten wie die Kurzarbeit fehlten. In Deutschland hingegen wurde alles getan, um die Stammbelegschaft zu erhalten. Indem dies gelungen sei, sei man jetzt gewappnet für das wieder sprunghaft angestiegene Geschäft.

Mit knapp 2900 Mitarbeitern gehört der Technologiekonzern zu den größten industriellen Arbeitgebern der Region. »Seit Beginn des Jahres konnten wir die Gesamtzahl der Mitarbeiter in Mittelhessen um etwa 150 erhöhen«, so der Vorsitzende der Unternehmensleitung. Die hohe Anzahl an Ausbildungsplätzen – deutschlandweit werden derzeit etwa 200 junge Menschen bei Schunk ausgebildet, in Mittelhessen werden jedes Jahr 50 Azubi-Stellen angeboten – wie auch dem hohen Stellenwert der Weiterbildung und Qualifizierung führt die Unternehmensleitung als Beleg für die Zukunftsorientierung an.

Erfolgreiche Entwicklung

Die erfolgreiche Entwicklung wird auch auf das umfassende Investitionsprogramm zurückgeführt, das trotz des wirtschaftlichen Einbruchs im vergangenen Jahr fortgesetzt wurde. Mit einem Gesamtvolumen von rund 65 Mio. Euro hat die Schunk-Gruppe seit 2007 an ihrem Stammsitz in Heuchelheim allein in den Ausbau des Bereichs Hochtemperaturanwendungen investiert und die Kapazitäten für die Herstellung, Reinigung und Beschichtung von maßgeschneiderten Kohlenstoff- und Graphitbauteilen für die Halbleiter- und Solarindustrie deutlich erhöht. Denn: »Der Solarmarkt ist für uns im Moment das große Zugpferd!« Diese Investition sei der Grundstein für weiteres Wachstum.



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