Artikel vom
29.11.2007 - 15.23 Uhr
Heuchelheim hat wirtschaftliche Stärke
R & C - Zigarren und Minox-Kameras sowie Berkenhoff-Spezialdraht,
nicht zu vergessen Rinn-Rinnen - das waren über Jahrzehnte im 20.
Jahrhundert Aushängeschilder der prosperierenden Gemeinde Heuchelheim.
Der Draht und Rinn-Beton - und Naturstein geblieben, die Zigarre erlebt
dank der „Don Stefano“-Manufaktur eine Renaissance - und schon längst
verbindet man weltweit mit Heuchelheim auch die Schunk-Gruppe als
Anbieter von Kohlenstoff und Sintermetall-Produktlösungen sowie
vielfältigen Spezialprodukten aus Werkstoffen von Keramik bis Email.
© Geck
Dank Schunk, „bedra“, „Rinn 8“ sowie einer Vielzahl kleinerer Unternehmen gibt es in der Gemeinde mit ausgezeichneter Verkehrsanbindung reichlich Arbeitsplätze - und dazu dank der Nähe zu Gießen mit Stadtbusanbindung sowie guter eigener Infrastruktur ein hohes Maß an Wohnqualität. Hinzu kommen Freizeitangebote wie die Wakeboard- und Wasserski-Anlage an den Badeseen im Süden des Dorfes Heuchelheim nahe der Lahn. Diese Gunst soll genutzt werden, und so werden in Heuchelheim, der Kreisgemeinde mit der kleinsten eigenen Gemarkung, weiter Siedlungsflächen ausgewiesen.
Kinzenbach, ehedem Altkreis Wetzlar, und Heuchelheim im Westen des Landkreises Gießen haben sich 1967 freiwillig zur Großgemeinde Heuchelheim zusammengeschlossen, um Aufgaben von Schule bis Kläranlage gemeinsam zu stemmen. Ein Zusammenschluss über Kreisgrenzen hinweg, und zudem mit Vorbildfunktion für die spätere Gebietsreform. Beide Orte sind über 1200 Jahre alt: Die urkundliche Ersterwähnung im Lorscher Codex erfolgte für Heuchelheim 778 und für Kinzenbach 788. Derzeit leben in der Gemeinde rund 7800 Einwohner.