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Australien-Auswanderer Erich Lenz in Heuchelheim zu Besuch

Artikel vom 28.08.2010 - 15.00 Uhr

Australien-Auswanderer Erich Lenz in Heuchelheim zu Besuch

Lenz arbeitete dann als Maurer und lernte Englisch. 1961 machte er mit seiner Freundin Kathleen, einer Engländerin, Urlaub in Tasmanien. Er kehrte nach Alice Springs zurück und nahm seine Arbeit als Maurer wieder auf. »Da hat man so 30 Pfund die Woche verdient, und Klinker mauern konnte ich gut«, erzählt er.

1961 heiratete er in Adelaide Kathleen und machte mit ihr die Hochzeitsreise nach England. »Über drei Monate waren wir damals unterwegs. Fünf Tage hatten wir Aufenthalt in Oakland und wochenlang in Hawaii«, erinnert er sich an diese wunderschöne Schiffsreise, die das Paar auch nach Acapulco in Mexiko führte. »Durch Panama und den Kanal zu fahren, ist ein Erlebnis«, schwärmt er heute noch. Über Curacao und Trinidad verließ das Schiff den amerikanischen Kontinent und steuerte Richtung Europa, wo man in London im Hafen von Tilbury ankam. In Manchester wohnten die Eltern seiner Frau.

Im Oktober 1962 wurde Tochter Jennifer, die heute in Tasmanien lebt, geboren. Noch im selben Jahr fuhr die Familie von Manchester nach Frankfurt. 1963 arbeitete Lenz acht Monate in Heuchelheim bei der Firma Schneider. Ende 1963 ging das Paar wieder zurück nach England, um dann Anfang 1967 nach Australien zurückzukehren. »Im Bereich des Suezkanals herrschte Krieg, wir sind über Westafrika und Indien nach Tasmanien zurück«, erklärt Lenz, der in der Nähe der tasmanischen Hauptstadt Hobart, lebt.

»In Hobart habe ich auch mit Prinz Philipp gesprochen«, berichtet der Heuchelheimer weiter. Durch ein großes Feuer (Buschbrände) wurde sein Haus, das er zuvor verkauft hatte, vernichtet. »Wir sind dann in die Stadt Hobart gezogen«, berichtet Lenz weiter. Von seiner Kathleen wurde er geschieden und lernte seine zweite Lebensgefährtin, Margarete, kennen, mit der er 23 Jahre zusammen war, ehe sie an Krebs verstarb. Vor sieben Jahren traf er dann seine jetzige Lebensgefährtin, Shirley Blackley, eine Australierin, deren Mann verstorben war. Shirley hatte 2002 Europa bei einer Mittelmeer-Kreuzfahrt näher kennengelernt. Beide wohnen heute am Meer und unternehmen Kreuzfahrten in die Südsee, in den Südpazifik, nach Samoa, Tahiti oder Tonga.

»Samoa und auch Tahiti sind besonders schön«, schwärmt der 71-Jährige, dessen Neffe Cornelius Lenz in Heuchelheim ein Reisebüro betreibt. Der vor ein paar Tagen verstorbene Werner Amend oder auch Waltraud Löbel haben Erich Lenz in Tasmanien schon besucht. Auch sein Bruder Helmut war schon zweimal zu Gast. Mindestens eine typisch deutsche Eigenschaft hat Erich Lenz behalten: Er spielt leidenschaftlich gern Skat. In Australien gibt es Skatmeisterschaften, übrigens mit vielen Deutschen, jedes Jahr in einer anderen Stadt, und Erich Lenz ist immer dabei.



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Artikel vom 28.08.2010 - 15.00 Uhr
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