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Ausgeglichener Etat in Heuchelheim

Artikel vom 14.12.2011 - 10.36 Uhr

Ausgeglichener Etat in Heuchelheim

Heuchelheim (so). Die Gewerbesteuer-Einnahmen sprudeln in Heuchelheim voraussichtlich auch im kommenden Jahr – den Gemeindevertretern liegt ein ausgeglichener Etat-Entwurf für 2012 zur Beratung vor. »Ein guter Haushalt; ein Glück für die Gemeinde«, freut sich Bürgermeister Lars Burkhard Steinz.

Er weiß allerdings auch, woher der Geldsegen kommt: Aus der reich sprudelnden Gewerbesteuer dank wirtschaftlicher Erholung: Knapp 4,9 Millionen Euro werden da an Einnahmen veranschlagt – und damit deutlich weniger als im Rekordjahr 2011 mit mehr als 7 Millionen Euro. Doch auch bei der Einkommenssteuer wird mit 3,25 Millionen Euro ein achtprozentiges Plus einkalkuliert.

»Nur auf moderatem Niveau investieren«

Unverändert bleiben sollen die Steuerhebesätze – dies gilt auch für die Grundsteuer B, betonte der Bürgermeister. 2012 soll ein Normaljahr werden, bevor 2013 womöglich wieder ein Loch im Haushalt klafft, weil dann die Schlüsselzuweisungen sinken, Umlagen aber womöglich weiter steigen. Der Bürgermeister will das Abtragen von Schulden fortsetzen, um der Gemeinde die Handlungsfähigkeit zu erhalten, und nur auf moderatem Niveau investieren. Nachdem die Schulden 2010 von vier auf 6,9 Mio. Euro hochschnellten, sinken sie nun wieder in 2011 auf 6,5 und im kommenden Jahr auf 6 Millionen Euro oder knapp darunter. Steinz: »Wir sind entschlossen, diesen Sparkurs auch in den nächsten Jahren fortzusetzen.«

Dazu gehört, dass nur behutsam investiert werden soll in einer Größenordnung von 1,4 Millionen Euro: Die größten Vorhaben sind der Kanal in der Krofdorfer Straße (51 600 Euro), Auswechslung der Wasserleitung in der Kinzenbacher Straße (110 000 Euro), der Kanal in Wiesenstraße/Krofdorfer Straße/Friedhofsweg (450 000 Euro); die Breitbandversorgung (jährlich 50 000 Euro), der Fuhrpark Bauhof (Laster 142 000 Euro, Laubgebläse 14 000 Euro und Planungen für eine neue Gerätehalle in 2013), Digitalfunk für die Wehr (121 000 Euro), neues Löschgruppenfahrzeug LF10/6 (165 000 Euro) und ein Radlader für Friedhöfe (60 000 Euro).

Mehr als vier Millionen Euro Umlagen

Neben der Investition in das Neubaugebiet Bölz, die sich über die Erschließungsbeiträge weitgehend refinanziert, sind also die Kanalarbeiten die bedeutendste Investition. Kreis- und Schulumlage betragen 2,78 respektive 1,25 Millionen Euro, in Summe mehr als vier Millionen Euro. »Es liegt auf der Hand, dass wir über diesen Umstand natürlich nicht glücklich sind«, so Steinz. Insgesamt summieren sich Gewerbesteuerumlage, Kreisumlage, Schul- und Kompensationsumlage auf zusammen 5,1 Millionen Euro oder 46 Prozent aller Steuereinnahmen.

Die Hauptsteuer ist nach wie vor die Gewerbesteuer, die 2011 mit 7,04 Millionen Euro auf einem Rekordhoch lag. 2012 sei schwer abzuschätzen, so Steinz; er will mit einem Ansatz von 4,9 Millionen »bewusst konservativ in der Einschätzung« bleiben. Der Finanzausgleich des Landes beträgt im kommenden Jahr 1,15 Millionen Euro, und damit nochmals geringfügig mehr als 2011. Weitere positive Einnahmen-Entwicklungen gibt es bei den Gebühren für Wasser, Abwasser, Friedhöfe und Kindergärten (plus 18 000 Euro), auch bei der Sozialstation zeichnet sich ein Plus von 20 000 Euro ab.

Insgesamt erwartet die Verwaltung für 2012 ordentliche Erträge, die um 1,8 Millionen Euro niedriger liegen als 2011; bei insgesamt 15,35 Millionen Euro wird ein Überschuss von 964 000 Euro errechnet. Dank Schuldenabbau sinkt zudem die Zinsbelastung; sie soll 43 000 Euro niedriger sein als 2011. Unterm Strich soll die Gemeinde mit einem »zarten Plus« von 360 000 Euro ins Jahr 2013 gehen können.

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Artikel vom 14.12.2011 - 10.36 Uhr
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