Artikel vom
16.11.2009 - 19.21 Uhr
Auf Spuren der Mauren
Heuchelheim (pm). Mit Erich Hohn hatte der Kulturring Heuchelheim-Kinzenbach einen Referenten verpflichtet, der mit seinem »Bilderbogen Andalusien« eine hervorragende Diashow präsentierte und seine Bilder anschaulich zu kommentieren wusste.
Der Reisebericht zeigte die farbenprächtige Welt aus der Zeit der Mauren, die in ihrer fast 800 Jahre währenden Herrschaft über Südspanien vom Jahr der Eroberung 711 bis zur Aufgabe im Jahre 1492 in Andalusien - »Al Andalus« nannten sie ihr Reich auf europäischem Boden - für eine blühende morgenländische Kultur mit einer Hochblüte der Wissenschaften und Künste, voran der Architektur, sorgten. Beeindruckt waren 120 Besucher von den bis ins Detail gehenden Bildern der gut erhaltenen Paläste, Burgen, Moscheen und Gärten aus dieser Zeit.
Stationen des Reiseberichts waren die malerischen Städte Ronda, Cadiz, Sevilla, Cordoba, Granada und Malaga. Der Bogen der Darstellung spannte sich von historischen Bildern bis hin zur Neuzeit. Es wurde deutlich, dass Andalusien eine solche Fülle von Stätten des Weltkulturerbes aufzuweisen hat wie sie sonst wohl kaum so zusammenhängend auf der Welt zu finden sind. Die tiefe Verbundenheit der Spanier mit dem katholischen Glauben wurde sichtbar in der Karwoche (Semana Santa). Die populären und aufwendig gestalteten Prozessionen sind geprägt von den verschiedenen bunten Kostümen der Laienbruderschaften. Auch Landschaftsaufnahmen wie die endlos scheinenden Olivenhaine, die unverwechselbaren weißen Dörfer, die Gebirgszüge von Ronda, der Sierra Nevada und Sierra Morena kamen nicht zu kurz.
Nach den bisherigen Vorträgen des gleichen Referenten über die Galapagos-Inseln und über Namibia ein weiterer gelungener Vortrag beim Kulturring, der den entsprechenden Beifall der Besucher fand. Der Vorsitzende des Kulturrings, Werner Rinn, wies noch auf die nächste Vortragsveranstaltung des Kulturrings am 17. Januar 2010 mit einem Film von Günter Dietzel über die Naturschönheiten Norwegens hin.