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Über 170 Mitglieder geehrt - für 25-, 50- und sogar 60-jährige Treue zur Gewerkschaft »In der Krise wird die Rente mit 67 endgültig zur Farce«

Artikel vom 02.11.2009 - 22.42 Uhr

Über 170 Mitglieder geehrt - für 25-, 50- und sogar 60-jährige Treue zur Gewerkschaft »In der Krise wird die Rente mit 67 endgültig zur Farce«

»Unsere Mitglieder«, so der Stellvertretende Regionalleiterer, »haben bereits vor über einem halben Jahrhundert Themen aufgegriffen, die im wahrsten Sinne des Wortes zur damaligen Zeit revolutionär waren und Grundlagen für die Verbesserung gerade auch der Bedingungen im Baugewerbe darstellten. Das sind heute Selbstverständlichkeiten, die nur durch eine selbstbewusste und kämpferische Arbeitnehmerschaft möglich waren. Ihr, liebe Jubilare, seid diese Menschen«, schloss Körner.

Peter Manns, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Mittelhessen, verband seinen Dank an die Jubilare mit einem Appell an die heutige Generation: »Mitglied in der Gewerkschaft zu sein, bedeutet Solidarität ein Leben lang. Meistens beginnt sie in der Ausbildung, überdauert das aktive Berufsleben bis in den Ruhestand hinein. Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die Arbeitnehmer fest zusammenstehen - das war früher schon so und wird immer so sein« Wer sich gewerkschaftlich engagiere, trete gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen für eine bessere Arbeitswelt ein.

»Ältere haben eh schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt«

Als politische Botschaft der IG BAU-Jubilare nannte Manns unter anderem das »Nein zur Rente mit 67«. »Sie alle kennen den Alltag auf dem Bau: Kein Bauarbeiter hält bis 67 durch. Dazu kommt noch, dass Ältere immer schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben - auch in anderen Branchen. Und erst recht in der Krise. Das macht die Rente mit 67 endgültig zur Farce«, sagt Manns. Die Chance auf Korrektur gebe es nochmals im kommenden Jahr: »Dann kommt die Rentenreform erneut auf den Prüfstand. Spätestens dann entscheidet es sich, ob es bei der um zwei Jahre verlängerten Lebensarbeitszeit bleibt oder ob der neue Bundestag es schafft, die ›sozialpolitische Notbremse‹ zu ziehen«, sagt der Bezirksverbandsvorsitzende. Und weiter: »Wer hart arbeitet, der erwartet vom neuen Deutschen Bundestag, dass die Abgeordneten die Rente mit 67 kippen.« Die IG BAU fordert eine grundlegende Reform des Rentensystems: »Wir brauchen eine Rentenkasse, in die alle einzahlen - Arbeiter und Angestellte genauso wie Beamte, Selbstständige oder Politiker«. Dabei sollten alle Einkommensarten berücksichtigt werden - »der Lohn genauso wie beispielsweise Mieteinnahmen oder Aktiengewinne«. Nach seiner Ansprache wurden bei einem gemeinsamen Mittagessen Erinnerungen ausgetauscht und über weitere politische Themen gesprochen



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Artikel vom 02.11.2009 - 22.42 Uhr
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