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Weickartshainer waren »Feuer und Flamme«

Artikel vom 25.07.2011 - 11.32 Uhr

Weickartshainer waren »Feuer und Flamme«

Grünberg (gol). Der »Kultursommer Mittelhessen« hat am Wochenende in Weickartshain Einzug gehalten. Für das vom Kulturring organisierte und von den Ortsvereinen unterstützte Projekt »Feuer und Flamme« war es ein Auftakt nach Maß.

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Bei »Feuer und Flamme« waren die Besucher hin und weg.
Zwar musste die Eröffnung vom anregenden Landschaftsraum der Eisenkaute, die wegen der Regenfälle und des aufgeweichten Untergrundes nicht nutzbar war, kurzfristig in das Bürgerhaus verlegt werden, doch die Begeisterung der Besucher machte diesen Ortswechsel mehr als wett.

Viele Helfer hatten kurzfristig ein Zelt unmittelbar am Bürgerhaus aufgestellt. So konnten sich die Besucher auch dort aufhalten und verköstigen. Die großen Mühen im Vorfeld der erwartungsfroh stimmenden Veranstaltung hatten sich also doch noch gelohnt. Vorsitzender und Initiator Karl Heinz Hartmann zeigte sich ob des gelungenen Starts sehr zufrieden. Dank zollte er den Kultursommer-Verantwortlichen, die die Veranstaltungen ermöglichten, und den Vereinen für die beispielhafte Unterstützung.

+++ Fotostrecke:Feuer und Flamme


Um 19 Uhr zog die 15-köpfige Percussion-Formation »Bloco Baiano« aus Gießen und Umgebung mit lateinamerikanischen Rhythmen und in bunten Kostümen durch die Dorfstraßen, vermittelte Samba-Atmosphäre. Die Band gefiel mit traditioneller und moderner afrobrasilianischer Straßenmusik, deren Ursprung im Nordosten Brasiliens zu finden ist, in Salvador da Bahia. Nach ihrem Auftritt vor der Kirche geleiteten die Musiker die Besucher zum Aktionsort Bürgerhaus. Dort entfachten sie mit ihrer leidenschaftlichen Musik ein Feuerwerk aus verschiedenen Trommeln, der karibischen Steel-Drum und Percussions-Instrumenten, bei dem die Zuhörer mit einbezogen wurden. Szenenapplaus gab es immer wieder für die furiosen Soli des Senegalesen Amadabo Diallo auf seiner Djembe.

Da war schnell das Eis gebrochen, sprang der Funke nach den ersten Takten auf das Publikum über. Schnell animierte die Band die Zuhörer zu Bewegung und Tanz. Man fand sich unvermittelt in der Zauberwelt Brasiliens wieder - und im Westafrikanischen, Diallos Heimat. Gern kamen die Musiker dem Publikumswunsch nach einer Zugabe nach.

Feurig ging es bei Einbruch der Dunkelheit weiter. Zwölf Mitglieder der Formation »Sancto Petrolio« aus Hanau inszenierten auf dem angrenzenden Sportplatz in fantasievollen Kostümen ein Feuertheater, das an Dramatik kaum zu überbieten war. Der stete Wechsel zwischen hellen und dunklen Szenarien, zwischen anregender, teilweise ohrenbetäubender Musik und dann wieder eindringlicher Stille, machte den Auftritt für das vollends »entflammte« Publikum zu einem nachhaltigen Erlebnis.



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Artikel vom 25.07.2011 - 11.32 Uhr
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