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Viele Tänze bei Prunksitzung in Beltershain

Artikel vom 23.01.2012 - 18.54 Uhr

Viele Tänze bei Prunksitzung in Beltershain

Grünberg (mlu). Eingedenk des Kampagne-Mottos – »Apres Ski und Edelweiß machen Beltershainer Narren heiß« – gehörten Lederhosen und fesche Dirndl zu den beliebtesten Kostümen auf der Prunksitzung von »Belterschha«, zu der am Samstagabend Sitzungspräsident Edwin Magel im Namen eines Siebener-Rates begrüßte.

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Die Ratsgarde Beltershain in Aktion (Fotos: mlu)
Danach eröffneten die Garde des Prinzenpaares sowie die Ratsgarde Beltershain mit fliegenden Beinen das rund vierstündige Programm, das viele weitere Tanzdarbietungen beinhalten sollte. So präsentierten auch die »Harlekins« aus Merlau ein zum Motto passendes Karnevals-Ballett, ebenso die Tanzgruppe »Fabulous« aus Göbelnrod, die sich hüftschwingend durch 50 Jahre Rock- und Popmusik bewegte. Weiterhin sorgten die »Showtanz-Adventures« aus Reinhardshain für Wirbel auf der Faschingsbühne.

Besonders auffallend unter den Tanzgruppen war die Champagnergarde aus Atzenhain – mit ihren Federhüten und den samtroten, silberbestickten Kostümen boten sie eine Augenweide. Die Höhepunkte im Reigen der schweißtreibenden Bein-, Becken- und Bauch-Ertüchtigungen bildeten wohl einerseits die heißblütig auftretenden Frauen der Zumba-Fitness-Truppe Beltershain, die den Saal mit ihren Choreographien zum Tanzen brachten. Mit Merengue und Samba versetzten sie Narren und Närrinnen von der bequemen Bergwelt direkt ins lebenslustige Nachtleben Rios. Auf eigene Art und Weise ebenbürtig war jedoch auch der Auftritt des Beltershainer Männerballetts, der nicht umsonst den krönenden Abschluss der Prunksitzung bildete.

Ehe es soweit war, wurden einige Büttenreden zu Gehör gebracht. Mit scharfer Zunge widmete sich Büttenprofi Carsten Zimmer (ovales Foto) nicht zum ersten Mal dem politischen Geschehen in der Republik, deren Bundespräsident wohl nicht nur auf dieser Fremdensitzung die Zielscheibe von Spott und Häme gewesen sein dürfte.

Viele Lacher und manches »Eieiei« und »Auwauwau« erntete Christopher Lipp, der als Gastredner aus Göbelnrod in die Bütt kletterte. In oberhessischer Mundart beklagte er nicht nur die Oberflächlichkeit der Frauen, sondern auch deren Schlagfertigkeit: »Wer sich nachts wie’n Karnickel auf mir bewegt, der wird am Tag genauso gepflegt«, lautete die am stärksten umjubelte Pointe, mit der er sich auch verabschiedete, nachdem er alle Männer zur Standhaftigkeit aufgerufen hatte.

Ebenfalls zu Gast waren als Büttenredner Sabrina Döbler und Jens Rohrbach aus Hattenrod. Und auch sie beschäftigten sich mit dem Kampf der Geschlechter, indem sie – viele bekannte Schlager zitierend – das Publikum an ihren vulgären Zwistigkeiten teilhaben ließen. Während er den Unterschied zwischen einer 20-Jährigen und einer 60-Jährigen erklärte, erläuterte sie sinnfrei gestikulierend die Gemeinsamkeit zwischen einem Mann und dem Buchstaben »Q«. Offensichtlich hatten sich die beiden furchtbar lieb.

Auch viele Stimmungsraketen wurden gezündet, eifrig geschunkelt und gesungen. Letzteres tat mit Verve Denise Ulrich aus Kesselbach, die mit ihren Liedbeiträgen immer wieder die Stimmung anheizte, nachdem eingangs bereits der Beltershainer Männergesangverein einige Lieder zum Besten gegeben hatte. Noch lange wurde anschließend das große Finale gefeiert, wobei die Kapelle »Halligalli« mit Markus Maus und Torsten Olschinski den Takt vorgab.

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Artikel vom 23.01.2012 - 18.54 Uhr
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