Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Kreis » Städte und Gemeinden » Grünberg »

Verein Schülerbetreuung an Grundschule Grünberg hört auf

Artikel vom 25.01.2012 - 20.52 Uhr

Verein Schülerbetreuung an Grundschule Grünberg hört auf

Grünberg (ab). Einziges Thema einer Mitgliederversammlung des Elternvereins Schülerbetreuung an der Grundschule Grünberg unter Leitung des Vorsitzenden Michael Deucker war das neue Ganztagsbetreuungskonzept und dessen Auswirkungen auf die Vereinsarbeit. Wesentlich: Der Verein steht nach 18 Jahren vor der Auflösung.

tb_stehsatz2-B_204159_1_4c_1
Lupe - Artikelbild vergrössern
An der Grundschule Grünberg kümmerte sich ein Elternverein 18 Jahre um die Betreuung der Kinder außerhalb der Unterrichtszeiten – im Juli löst er sich auf. (Foto: Archiv)
Stellvertretende Schulleiterin Janet Amend ging zunächst auf die Ist-Situation ein: Mit 170 Schülern werden derzeit 43 Prozent aller Jungen und Mädchen außerhalb der Unterrichtszeit von 7 bis 15 Uhr in AGs und Gruppen betreut. Dafür stehen 34 500 Euro Landesmittel, einige Lehrerstunden sowie 40 Wochenstunden, die von anderen Trägern unterstützt werden, zur Verfügung. Nur durch Spenden ist es ob der finanziellen Enge möglich, dieses »Notprogramm« zu halten. Bedarfsgerechte Betreuung »sieht anders aus«. Da es trotz großer Anstrengungen keine Aussicht auf Aufstockung der Mittel gibt, habe sich die Schulleitung gezwungen gesehen, eine neue Lösung zu finden.

Dieses Konzept, von Schulleiterin Anja Peppler vorgestellt, sieht eine qualitativ verbesserte Betreuung von 7 bis 17 Uhr vor - an allen Wochentagen, auch in den Ferien und für alle offen. Dies sei nur mit Hilfe eines Trägervereins umzusetzen Entschieden habe man sich für den »Internationalen Bund« (IB), der über langjährige Erfahrung in der Jugendhilfe verfüge, etwa auch an der Grundschule Laubach etabliert ist.

Da die Schule zum kostenlosen Betreuungsangebot an drei Tagen, 8 bis 15 Uhr, verpflichtet sei, werde es dies auch künftig, aber mit deutlich beschränkter Aufnahmekapazität, geben.

Für die Betreuung an fünf Tagen, von 7 bis 17 Uhr, steht ein Elternbeitrag von 50 Euro/Monat im Raum, die Ausweitung auf die Ferien wird deutlich teurer sein. Weiter zur Finanzierung sollen Landesmittel, die Pro-Kopf-Pauschale des Kreises und eine erhoffte Unterstützung der Stadt dienen.

Ende Juli Vereinsauflösung

Die Realisierung des Modells ist jetzt von den externen Finanzzusagen abhängig. In der Versammlung wurde schnell deutlich, dass diese noch keineswegs gesichert sind. Nachfragen ergaben, dass im Falle eines (teilweisen) Scheiterns das Angebot auf das finanziell Machbare zurückgefahren werden müsste. Generell, so Peppler, sei das Konzept noch in den Anfängen, Details (z. B. Gruppengrößen, Mitarbeiterqualifikation) noch offen. Die Vorteile aber lägen auf der Hand: Mittel können gebündelt, neue Gelder eventuell gewonnen werden, es gibt ein umfassendes Angebot für alle Kinder.

Auch nach der inhaltlichen Vorstellung (feste Betreuungsgruppen mit diversen Ergänzungsangeboten neben Hausaufgabenbetreuung und AGs) durch Ralf Finthammer (IB) brachten Eltern und Vorstand zum Ausdruck, dass sie das neue Konzept sehr begrüßen.

Andreas Spee, langjähriger Vorstand, sagte: »Wir haben 18 Jahre lang hart dafür gekämpft, dass die öffentliche Hand selbst Verantwortung für ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot übernimmt und wünschen der Schule viel Erfolg bei der Umsetzung.«



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 25.01.2012 - 20.52 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang