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Tornado: Mächtige Friedhofseiche in Lumda gefällt

Artikel vom 27.08.2010 - 11.01 Uhr

Tornado: Mächtige Friedhofseiche in Lumda gefällt

Grünberg-Lumda (tb). Mehrfach bereits waren die mächtigen Stark-Äste mit Stahlseilen »bandagiert« worden, um den imposanten Baumriesen auf Lumdas Friedhof vor der Motorsäge zu bewahren. Dem Tornado aber, der am Montag über das Dorf zog, war die Eiche nicht gewachsen: Drehwinde von ungeheurer Gewalt verursachten einen rund vier Meter langen Riss von der Stammkrone bis einen halben Meter über dem Boden.
. . . Ast für Ast wird gekappt, am Ende liegt auch der rund zehn Tonnen schwere Stamm am Boden.	(Fotos: tb)
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. . . Ast für Ast wird gekappt, am Ende liegt auch der rund zehn Tonnen schwere Stamm am Boden. (Fotos: tb)
Ein tonnenschwerer Starkast hing nurmehr in den (Stahl-)Seilen. Der 30 Meter hohe Riese mit einem Stammumfang von rund sechs Metern war zur Gefahr geworden, wie ein Baumsachverständiger attestierte. Die Stadt sperrte darauf den Friedhof, gab die Fällung in Auftrag.

Wie Sascha Koch vom gleichnamigen Fachbetrieb für Baumpflege erklärte, erledige er das Fällen eines solch ortsbildprägenden Baumes nicht leichten Herzens. »Innerorts findet man solche Exemplare höchst selten.«

Zahlreiche Lumdaer verfolgten an den beiden Tagen die Arbeiten, staunten, wie Koch in großer Höhe am Sicherungsseil durch den Blätterwald turnte - die Motorsäge am Beckengurt baumelnd. Ast für Ast wurde so gekappt, um schließlich, am Seil des Autokrans baumelnd, zum Lager verbracht zu werden.

Gestern Abend dann das letzte Kapitel: Der riesige Stamm, zehn Tonnen schwer, kam an die Reihe. Nach Fäll- und sogenanntem »Herzschnitt« gab der Torso nach, sank - halb gezogen vom Greifzug, halb gehalten vom Stahlseil des Autokrans - langsam zu Boden. Koch: »Beim Anheben brach dann der Stamm auseinander.« Beleg für die Gefahr aufgrund des Risses - und mithin dafür, dass die Enscheidung der kompletten Fällung richtig war. Koch: »Spätestens bei Frost hätte ein tonnenschwerer Teil abbrechen, einen Menschen erschlagen können.« Hintergrund: Am Mittwoch hatte der Landwirtschaftsausschuss empfohlen, zunächst einen zwei Meter hohen Stumpf stehen zu lassen, um später eine Statue fertigen zu lassen oder den Torso doch auf einen Meter zu kürzen, als Anschauungsobjekt. Die Argumente des Experten (»ohne Sicherung zu gefährlich«) aber überzeugten. Ortsvorsteher Tröller entschied: »Fällen!«

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Artikel vom 27.08.2010 - 11.01 Uhr
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