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Sturm sorgt aufs Neue für Großeinsatz der Wehren

Artikel vom 11.06.2010 - 22.00 Uhr

Sturm sorgt aufs Neue für Großeinsatz der Wehren

Gießen/Grünberg (tb/fp/pm). In der Nacht zum Donnerstag bereits hatten einige Feuerwehren im Landkreis ausrücken müssen, viel Zeit zum Ausgleichen des Schlafdefizits blieb nicht: Freitagfrüh, wiederum gegen 1.30 Uhr, fegten orkanartige Böen übers Land in Richtung Osten, hinterließen insbesondere im Ostkreis deutliche Spuren.
»Ab, die Kirsche« - heftige Böeen fegten in der Nacht zum Freitag über den Kreis, vor allem in dessen Osten kam es zu erhebliche
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»Ab, die Kirsche« - heftige Böeen fegten in der Nacht zum Freitag über den Kreis, vor allem in dessen Osten kam es zu erheblichen Schäden. In Grünberg wurde dieser mächtige Kirschbaum samt Baumhaus gefällt - Das Foto rechts zeigt den Eberstädter Walter Schwenz bei Arbeiten an der Dachrinne. (Fotos: Geck, Schepp, tb, fp)
Allein aus Grünberg werden rund 30 Einsätze binnen weniger Stunden gemeldet, zumeist waren umgestürzte Bäume zu beseitigen. Die behinderten im gesamten Lndkreis den Verkehr, die Bundesstraße zwischen Laubach und Schotten musste gar gesperrt werden. Besonders traf es die Pendler auf der »Vogelsbergbahn«: Bäume und Äste blockierten die Gleise, bis gegen 10 Uhr ruhte der Zugverkehr zwischen Alsfeld und Reiskirchen, zwischen Lehnheim und Mücke mussten Feuerwehrkräfte die Strecke freiräumen.

Größere Schäden wurden aus der Grünberger Kernstadt gemeldet: Auf dem »Ziegelberg« wurde der Dachstuhl eines Hauses verschoben, was zu einem Riss in der Decke führte -Wind und Wasser drangen in die Wohnung ein. Da das Dach an sich noch dicht war, aber bei einem erneutem Sturm die Gefahr größerer Schäden bestand, wurde dem Bewohner geraten, die Nacht andernorts zu verbringen. Die verständigte Hauseignerin wollte den Schaden am Tag durch Fachleute begutachten lassen.

An vielen Stellen in und um Grünberg wurden Bäume entwurzelt, krachten Äste auf Autos - und richteten Sachschaden an. Verletzt wurde niemand. Schnell wieder »im Lot« war auch der Verkaufsstand von »Bauer Lipp«, der kurzzeitig mitten auf der B 46 mit 1A-Spargel warb.

In Grünberg-Kernstadt waren besonders die Zufahrten zur Theo-Koch- und Sportschule waren teilweise versperrt. An der Grundschule war ein großer Baum neben die Bushaltestelle in den Hegweg gefallen. Umgestürzte Bäume behinderten auch die freie Fahrt auf der B49 Richtung Gießen und in Höhe des Industriegebietes sowie in den Serpentinen oberhalb des Eisteiches. Während der Fahrten zu den Einsatzstellen setzten die Wehrleute zudem herausgespülte Gullydeckel wieder ein.

Die Stadtteilwehren verzeichneten die gleichen Einsatzarten: In Queckborn wurden Dächer beschädigt, Kräfte aus Lumda, Weickartshain und Weitershain machten zudem die Straßen wieder passierbar. Die Feuerwehr Lehnheim rückte nicht nur in der Nacht aus, am Morgen wurde sie erneut zur gesperrten Bahnstrecke Gießen-Alsfeld gerufen, um die Gleise freizuräumen.

Ein Loch in der Straße



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Artikel vom 11.06.2010 - 22.00 Uhr
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