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Sporthalle der TKS Grünberg im Oktober wieder offen

Artikel vom 28.08.2010 - 15.10 Uhr

Sporthalle der TKS Grünberg im Oktober wieder offen

Grünberg (tb). In der großen Sporthalle der Theo-Koch-Schule (es gibt auch eine kleine) wird derzeit nicht Handball gespielt oder geturnt, sondern mit Bohrhammer, Flex und Vorschlaghammer gearbeitet: Wie berichtet, wurde am 1. Juli - etwas verspätet - mit der Sanierung des Sanitärbereichs begonnen. Jüngst dann das Malheur: Eine TV-Befahrung belegte die Schädigung des Grundleitungssystems (und vermutete Ursache des Gestanks), der Fertigstellungstermin verzögert sich daher, statt Oktober soll es jetzt »spätestens zum Jahresende« soweit sein.
Der Ausfall der großen Halle - die Baustellen blockieren die beiden Eingänge - beeinträchtigt nun nicht nur den Schulsport: Der TSV Grünberg benötigt sie für die Handballer, vor allem aber für die Basketballer. Letztere sind aufgrund neuer Vorgaben des Basketball-Bundes (Mindestabstände Spielfeld / Tribüne etc.) sogar darauf angewiesen; die kleine Halle ist nicht wettbewerbstauglich. Die neuen Vorgaben treten im Oktober in Kraft, gelten für die Regionalliga aufwärts. »Erfüllen wir das nicht, schließt uns der DBB aus«, macht Abteilungsleiter Klaus-Peter Kreuder klar. Der aber zeigt sich inzwischen - dank einer vom Kreis zugesagten Zwischenlösung (neue Eingänge) - optimistisch, im Oktober den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können.

Die Basketballabteilung des TSV Grünberg umfasst nicht weniger als 16 Mannschaften, davon spielen mit den Damen und der Jugend zwei in der (Zweiten) Bundesliga, ein weiteres Frauenteam in der Regionalliga.

Die Sperrung der großen Halle, so weiter Klaus Peter Kreuder, beeinträchtige seit Juli bereits den Trainingsbetrieb. Die Kapazitäten der kleinen Halle reichten bei Weitem nicht für sämtliche Vereinssportler aus. »Unser Kontingent ist ausgeschöpft, wir mussten in die Sportschule auweichen.« Der Hessische Fußballverband aber verlangt Miete, die zusätzlichen Kosten für die Basketballabteilung schätzt dessen Leiter auf 2500 bis 3000 Euro - »sofern wir bis Mitte Oktober wieder reinkönnen«.

Davon geht Kreuder nach der Begehung mit dem zuständigen Mitarbeiter vom Fachdienst Bauen des Landreises Gießen aus. Bei dem Termin in der Vorwoche sei zunächst die zeitnahe Aufbringung der neuen Linien zugesagt worden; zum 1. Oktober treten - im Zuge einer internationalen Regelvereinheitlichung - nicht nur neue Abstandsregelungen in Kraft, auch auf dem Spielfeld gibt es Änderungen, so wird unter anderem die Drei-Punkt-Linie von 6,25 m um auf 6,75 m verlegt, wird die Zone künftig rechteckig und nicht mehr trapezförmig markiert.

Als Interimslösung werden Notausgänge zu regulären Ein- und Ausgängen

Kreuder würdigte vor allem, dass der Kreis sich bemühe, die Voraussetzungen für eine Nutzung der Halle zu schaffen, heißt überhaupt den Zugang zu ermöglichen: Dafür sollen »bis Anfang Oktober, allenfalls ein paar Tage später« - sofern es mit Auftragsvergabe plangemäß verläuft - die Notausgänge zu regulären Ein- und Ausgängen werden. Kreuder: »Die Türen werden dann in beide Richtungen zu öffnen sein.« Eine Zwischenlösung, mit der man, so verlautete aus dem Kreishaus, den Sportvereinen entgegenkomme. Später würden die Notausgangstüren erneuert. Dass Fluchtwege bereitzuhalten, ob nun Vereins- oder Schulsport getrieben wird, zwingend für eine Nutzung der seit Juli verwaisten Halle ist, liegt auf der Hand.

Zum Umkleiden und Duschen können die Sportler die kleine Halle, etwa 100 Meter entfernt, nutzen.

Wie Kreuder abschließend anmerkte, wird das DBB-Pokalspiel der Damen (2. Bundesliga) am 10. September in Lich an der DBS ausgetragen.

Zurück zur Baustelle: Die maroden Schmutzwasserkanäle im Fundament der rund 35 Jahren alten Halle werden im Inlinerverfahren saniert. Womit sich die Gesamtmaßnahme um rund 100 000 Euro verteuern dürfte; bereits für geplante Arbeiten (vor allem Sanitärbereich, Decken) sind 450 000 Euro veranschlagt.

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Artikel vom 28.08.2010 - 15.10 Uhr
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