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Spielsucht: Mutter mit Messer attackiert

Artikel vom 16.03.2010 - 04.00 Uhr

Spielsucht: Mutter mit Messer attackiert

Gießen/Grünberg (ti). »Ich will den Laptop. Ich schlag’ Dich tot«, drohte der Schüler seiner Mutter, die ihrem spielsüchtigen Sohn den tragbaren Computer nicht geben wollte. Aus Angst tat sie es dann doch. Denn der 18-Jährige hielt ihr ein großes Küchenmesser entgegen.
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Archivfoto: dpa
Für diese und drei weitere Vorfälle vom September vergangenen Jahres muss sich der Grünberger seit Montag vor der Ersten Großen Strafkammer des Gießener Landgerichtes verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem schweren Raub, räuberisch Erpressung, Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung vor. Zum Prozessauftakt räumte der junge Mann die gegen ihn erhobenen Vorwürfe ein.

Demnach hatte er sich am Abend des 13. September 2009 nach einem Streit mit seinem Bruder mit vier großen Küchenmessern bewaffnet und gedroht, ihn umzubringen. Dieser flüchtete sich mit den Eltern aus dem Haus und rief die Polizei. »Er war am ganzen Körper am Zittern«, erinnerte sich ein Beamter, der den Angeklagten schließlich dazu brachte, die Messer aus der Hand zu legen. Zuvor jedoch sahen er und seine Kollegen sich selbst von dem Grünberger bedroht: »Ich bringe euch, meine Familie und mich um«, sollen laut Anklage seine Worte gewesen sein. Zehn Tage später der Vorfall mit dem Laptop, wieder war ein Küchenmesser im Spiel. »Ich war aggressiv«, gab der Schüler zu. Seine Mutter habe ihm das Computerspielen verbieten wollen, da sei er ausgerastet. Nicht der erste Zwischenfall und auch nicht der letzte.

Fünf Tage später verweigerte der Schüler in der Psychiatrie - nach den Vorfällen zu Hause war er zum wiederholten Male eingewiesen worden - die Einnahme seiner Medikamente und wurde zunehmend aggressiver. Als sich das Personal dafür entschied, den Patienten mit Hilfe der Polizei zu fixieren, habe er »gebissen, geschlagen und getreten«, berichtete eine Mitarbeiterin. »Er hat uns bespuckt, beschimpft und gesagt, wenn er heute noch los komme, würde eine Krankenschwester sterben.« Die Pflegerin hatte Angst: »Ich habe mich sehr bedroht gefühlt.«

Als Begründung für seine Ausraster gab der 18-Jährige seine Spielsucht an, die ihn damals getrieben habe. Die ganze Nacht habe er vor dem Bildschirm gehockt, tagsüber schlief er sich aus. Die Schule hatte er nach der neunten Klasse abgebrochen, wollte seinen »eigenen Weg« gehen und sich von den Eltern nichts sagen lassen. Heute sieht er dies als »verlorene Zeit« an.

Der Prozess wird am 25. März fortgesetzt.

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Artikel vom 16.03.2010 - 04.00 Uhr
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Leserkommentare
(25.03.2010 01:01)
T.R.
Leppermühle
Mein Sohn spielt auch solche Spiele , aber solch ein Verhalten kenne ich nicht !
Es liegt auch an den Eltern ihren Kinder eine alternative zu bieten !
(22.03.2010 15:30)
Abokündiger13561
Counter-Strike FAIL!
Mal im ernst, das der Artikel herabwürdigend geschrieben ist, will ich garnicht erst ansprechen. Aber das auf dem verlinkten Bild ein offensichtlich manipuliertes Foto ist, wo ein Junge angeblich Counter-Strike (kurz "CS") spielt, bringt das Fass zum überlafen. Nicht nur, das es nahezu unmöglich ist ein Foto von einem alten Röhrenmonitor zu machen, wo kein Flimmern zu sehen ist, sondern auch die Tatsache das dort eine "XIII" Hülle liegt, zeigt das es verändert wurde. (Passt irgendwie nicht zusammen). Außerdem, wieso schon wieder "CS"? Um wieder den bösen Amokläufer ins Gedächniss zurrück zu rufen, der zufällig, (wie alle anderen auch!) CS gespielt hat? Die Gießener Allgemeine sinkt auf das Niveau einer Bildzeitung :-(( (oder ist sie da schon angekommen?) *Copy and past, FTW*
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