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Rathaussturm in Laubach: »Kampfschwäne« außen vor

Artikel vom 18.01.2012 - 11.17 Uhr

Rathaussturm in Laubach: »Kampfschwäne« außen vor

Laubach (pm). Unter musikalischer Begleitung des Fanfarenzuges werden am Samstag, gegen 15 Uhr, die närrischen Horden des Laubacher Karnevalvereins am Marktplatz abmarschieren, um wenig später die Macht im Rathaus zu fordern.

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Samstag wird Laubachs Rathaus gestürmt: Gerüchte, er werde sich die aggressiven Schwäne aus dem Schlosspark zur Hilfe holen, wies Bürgermeister Klug entrüstet zurück. (Foto: Archiv)
Trotz des diesjährigen Mottos »Laubacher Westernshow« will man erstmals sowohl auf Seiten der Angreifer, als auch bei den Verteidigern um Bürgermeister Peter Klug auf Schießerei und Gerangel verzichten, heißt es in einer Pressemitteilung des 104-jährigen Karnevalvereins.

Vielmehr setzen die Laubacher Narren auf die rhetorischen Fähigkeiten ihres Vorsitzenden Björn Erik Ruppel, die jener schon als Stadtverordneter in Rededuellen mit den Rathauschef unter Beweis gestellt hat. Unterstützung erhält er von Elferrat, Vorstand und das kleine Prinzenpaar Johannes I. und Amabel I. (Johannes Bigdun und Amabel Hundeborn).

Gemeinsam ist man vor allem an der Stadtkasse interessiert, da ja Laubachs Steuereinnahmen wieder »kräftig sprudeln«. Wie von Seiten des Bürgermeisters zu erfahren, soll es den machthungrigen Narren nicht so einfach gemacht werden. Das Gerücht, dass man sich die aggressiven Schwäne aus dem Schlosspark zur Hilfe holen wolle, wies Klug aber entrüstet zurück. Schließlich habe er als »König von Flieden«, entspricht in Mittelhessen einem Karnevalsprinzen, schon närrische Erfahrung sammeln können. So dürfte die Entmachtung diesmal mit der Lösung einiger Aufgaben sowie Verhandlungen über eine vierwöchige »Altersteilzeit« des Verwaltungschefs verbunden sein.

»Wir sehen der Übernahme der Stadtverwaltung voller Zuversicht entgegen«, so Sitzungspräsident Peter Haarhoff, der sich mit der Bitte an die Zuschauer wendet, sich mottogemäß im »Westernlook« zu kleiden.

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