Nachdem Karl-Heinz Günther, Projektleiter beim Hessischen Baumanagement, die wesentlichen Baudaten genannt hatte, ergriff der »Hausherr« selbst das Wort. Obgleich Stationsleiter Karl Ruckelshauß, zunächst meinte, »ich bin sprachlos«, fand er doch kurz darauf die richtigen Worte, dankte dem Innenminister, den Landtagsabgeordneten, der Stadt, den Behörden sowie allen Baufachleuten herzlich. Weiter, den »nostalgischen Faden« des Polizeipräsidenten aufnehmend: »Stimmt, nach dem Umzug aus dem Schloss 1957 waren es nur 26 Beamte. Es wurden mehr, aber es wurden auch mehr Einwohner: Lich und sein Umfeld kamen von Gießen nach Grünberg.« Ebenso der Zuwachs an Technik habe dazu beigetragen, dass »es enger und enger wurde. Es war schließlich an der Zeit...« Heißt, Zeit für den zweiten Umzug in den Neubau am Rande der Stadt.
Karl Ruckelshauß stimmte mit seinem obersten Dienstherrn überein, »dass wir nur für die Bürger da sind.« Aber: »Wenn sich die Beamten wohlfühlen, gute Bedingungen vorfinden, kann deren Arbeit noch besser sein.«
Den Festakt umrahmte die Bläsergruppe des Landespolizeiorchesters mit passenden Klängen. Darunter »Augen, rechts!« und - »Jawoll, Herr Rat« - die »Amtsgerichtspolka« aus der ZDF-Serie »Königlich Bayrisches Amtsgericht«.