Artikel vom
30.06.2010 - 02.00 Uhr
Mehr Naturschutz bei »Hubertus«
Gießen/Grünberg (pm). Unlängst gründete sich im Jagdverein »Hubertus« Gießen und Umgebung offiziell eine Arbeitsgruppe »Naturschutz«. Angeregt hatte dies die Hauptversammlung 2010, in der übereinstimmend der Naturschutz als wichtiger Schwerpunkt der Jagd festgestellt worden war.
Zum Sprecher der neuen Arbeitsgruppe wurde Ottfried Weber aus Grünberg gewählt. Die Gründungsmitglieder der Arbeitsgruppe sind zudem Prof. Dr. Ernst Petzinger aus Gießen sowie Ulrich Zinn und Gabriele R. Winter (beide Grünberg). Die Arbeitsgruppe einigte sich auf folgende Ziele: Unterstützung der Lebensraumgestaltung in den Revieren, Anlage und Erhalt von Rückzugsgebieten für Wildtiere, Förderung offener Randstrukturen bei Monokulturen, Förderung von Feldgehölzen zur Vernetzung von Biotopen, Einbeziehen von Landeigentümern (Jagdgenossenschaften) und Hegegemeinschaften beim Anstoßen von Projekten, Nutzen von Fachwissen von Naturschutzbehörden und örtlichen Naturschutzgruppen, Hilfestellung beim Beantragen von geförderten Projekten. 2010 will man Jägerschaft und Jagdgenossen über das von Bauernverband und Naturschutzbund initiierte Projekt »Lerchenfenster« informieren. Zusätzlich will die Arbeitsgruppe darauf hinwirken, dass Ackerrandstreifen verstärkt dem Naturschutz zur Verfügung gestellt werden. Gerade Monokulturen sollten mit Brache- und /oder Ackerstreifen umsäumt werden, die mit einer vielseitigen Mischung aus Futterpflanzen und Kräutern bestückt sein können. Auch ist angedacht, dass sich die Arbeitsgruppe Integrierte Agrarumweltprogramm einsetzt. Hierdurch soll die Förderung von »Blühflächen« entscheidend verbessert werden. Für fünf Jahre als Blühflächen angelegte Äcker erhält der Landwirt zusätzlich zur Betriebsprämie als Ausgleich für entgangenen Nutzen eine Prämie von jährlich 600 Euro / Hektar.