Grünberg (jhm). Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lumda blickten am Samstag auf ein bewegtes Vereinsjahr zurück. Schriftführer Marco Hopp erwähnte in seinem Jahresbericht die Sicherung der Zufahrtsstraßen bei »Grünberg auf der Rolle« und die gut besuchte Grillfeier. Als besondere Attraktion demonstrierte man die Explosivität von Spraydosen und die verheerenden Folgen des Löschens von heißem Fett mit Wasser.
Ehrungen bei der FFW Lumda (v. l.): Bürgermeister Ide, Karl-Heinz Hopp, Norbert Becker und 2. Vorsitzender Andreas Menz. (Foto: jhm)
Im Oktober beteiligte man sich an der Kirmes und musste einen neuen »Parkplatz« für die alte Feuerwehrspritze finden. Im Dezember hatte man einen Stand am Lumdaer Weihnachtsmarkt, der Erlös kam der Jugendfeuerwehr zugute. Derzeit gehören dem Verein 216 Mitglieder an.
Vorsitzender Gerald Seim verwies auf die Planungen für das 75-jährige Jubiläum in 2011, die einen freitäglichen Festkommers mit Kameradschaftsabend, ein Burschenschaftstreffen am Samstag sowie einen Frühschoppen mit Großübung am Sonntag umfassen.
Lob für engagierte Jugendarbeit
Für die Einsatzabteilung berichtete Gerald Seim als Wehrführer von 26 Übungen und Schulungsabenden. Eine Nachtübung führte man dabei mit Atzenhain im dortigen Industriegebiet durch, bei der auch die Atemschutzgeräteträger zum Einsatz kamen (alle zehn besuchten 2009 die Übungsstrecke bei der Gießener Berufsfeuerwehr und sind nun uneingeschränkt einsatzfähig). Christoph Beyer, Dominik Deinl, Kevin Herget, Florian Keller, Natascha Müller und Martin Risse besuchten darüber hinaus zahlreiche Lehrgänge. Ein Sonderlob vergab Seim an Jugendfeuerwehrwart Andreas Menz, der sich »hervorragend« um den Nachwuchs kümmere. Auch seinem Stellvertreter Florian Keller sowie den Gruppenleitern Natascha Müller, Kevin Herget und Martin Risse dankte Seim.
Viermal wurde es für die derzeit 19 Kameraden, darunter eine Feuerwehrfrau, ernst. Am 15. Februar war man zu Nachlöscharbeiten unter Atemschutz bei einem Wohnhausbrand in Harbach gerufen worden, bei dem der Bewohner zu Tode kam. Am 24. Februar stauten zwei losgelöste Eisschollen die Abläufe zweier Lumdabrücken, am 1. Mai musste ein Unfall abgesperrt und geräumt werden, am 18. Dezember war ein Keller in der Lumdastraße auszupumpen, wobei es zunächst einige Schwierigkeiten mit einfrierenden Schläuchen gab.
Jugendfeuerwehrwart Menz berichtete von 38 Übungen. Von den 107 Unterrichtsstunden entfielen 57 Stunden auf den Bereich der feuerwehrtechnischen Ausbildung, 50 Stunden wurden an allgemeiner Jugendarbeit geleistet. Nach dem Einsammeln der Christbäume besuchte man den Kreisjugendfeuerwehrtag und nahm an der Jugendsammelwoche Ende März teil. Am 9. April traf man sich mit der Einsatzabteilung zur Hauptübung. Im August fuhr man mit der Jugendwehr Queckborn ins Zeltlager Eckmannshain, Schmierschelkuchenessen, Martinsumzug, Säuberung des Friedhofs standen ebenso auf dem Programm. Derzeit sind es 16 Mitglieder, drei weniger als im Vorjahr. Allerdings seien auch zwei Mitglieder in die Einsatzabteilung gewechselt.
Mit Bürgermeister Frank Ide nahm Vorsitzender Seim die Ehrungen vor. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Norbert Becker, Bernd Hessler, Helmut Hopp, Gerald Linker und Harald Stark geehrt, ein halbes Jahrhundert sind Karl- Heinz Hopp, Friedrich Kahl, Otto Krummey, Karl Musch und Werner Tschernatsch Mitglied.