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»Kleine Ortsumgehung« Grünberg endgültig »gestorben«

Artikel vom 19.02.2010 - 23.00 Uhr

»Kleine Ortsumgehung« Grünberg endgültig »gestorben«

Grünberg (tb). Die im Zuge der Planungen für das »Sanierungsgebiet II« vom beauftragten Ingenieurbüro ins Gespräch gebrachte, beim Land zur Prüfung vorgelegte »Kleine Umgehung« Grünberg ist »gestorben«.
Die Landesstraßenbauverwaltung hat soeben die Stadt wissen lassen, wegen des zu schlechten Kosten-/Nutzenverhältnisses werde der Verlegung der L 3127 kein »vordringlicher Bedarf« zuerkannt.

Folge der Prüfung durch das Hessische Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen: Die »Teil-Ortsumgehung« - in Höhe des Neuen Friedhofs wäre die aus Rabenau kommende Landesstraße Richtung Gießener Straße geführt worden - wird nicht vorangetrieben. Kommentar Bürgermeister Frank Ide: »Da passiert nichts, wir können die ›Kleine Umgehung‹ zu den Akten legen.«

Die auf rund 2,5 Millionen Euro taxierte Variante war vor Ort von Anfang an umstritten gewesen; wegen der geringen Effekte (kaum Entlastung der Innenstadtanwohner), aber auch wegen der Befürchtung, damit könnte die »Große Umgehung« torpediert werden. Apropos: Wie Ide auf AZ-Nachfrage weiter sagte, läuft das Verfahren für die »Große Umgehung« (Verlegung der B 49 von Mücke kommend via Gewerbegebiet zum Göbelnroder Wald) weiter. Die Stadt habe ihre Hausaufgaben gemacht. Womit der Verwaltungschef an den Antrag samt Skizzen, Trassenverlauf und Umweltverträglichkeitsprüfung erinnert.

»Große Umgehung«: 2013 Vorentscheidung

Abzuwarten bleibt wiederum die Einstufung dieser Maßnahme (»vordringlicher Bedarf«?) durch das Land und letztlich, ob die »Große Umgehung« bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans 2013 Berücksichtigung findet. In diesem Falle würde die Planung vorangetrieben, das Feststellungsverfahren eingeleitet. »Bis zur Umsetzung«, so weiter der Grünberger Bürgermeister, »rechnet man mit zehn bis fünfzehn Jahren.«

Besagte Fortschreibung erfolge alle zehn Jahre, meinte er noch auf die Frage nach den Folgen einer Nichtbeachtung Grünbergs in zwei Jahren. Wäre dann mit einem Baubeginn frühestens in 2033/2038 zu rechnen? »Nein, Gesetzes- bzw. Verfahrensänderungen schließlich sind nicht auszuschließen.«

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Artikel vom 19.02.2010 - 23.00 Uhr
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