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Investor für neue THW-Unterkunft in Grünberg in Aussicht

Artikel vom 20.01.2012 - 15.02 Uhr

Investor für neue THW-Unterkunft in Grünberg in Aussicht

Grünberg (tb). »Tutto okay für Umzug THW«, möchte man in diesen Tagen sagen: Der Ortsverband Grünberg hat einen privaten Investor gefunden, der die neue Unterkunft neben der JUH-Rettungswache im Gewerbegebiet bauen will. Was – gegenüber einer Finanzierung durch den Bund – einen Zeitvorteil von drei Jahren bedeutet.

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Seit Langem zu beengt: die THW-Unterkunft neben dem Feuerwehr-Stützpunkt Grünberg. Für den Neubau wurde jetzt ein privater Investor gefunden. (Foto: tb)
Das Gute daran auch: Mit dem Umzug der Technischen Helfer könnte deren Unterkunft von der Feuerwehr genutzt werden, erübrigte sich ein Großteil der für 2012 geplanten An- und Umbaumaßnahmen. Trotz des sicher hohen Sanierungsaufwandes für das gut 30 Jahre alte THW-Gebäude – billiger als die insgesamt mit rund 374 000 Euro veranschlagten Neubaumaßnahmen dürfte es in jedem Fall kommen.



Rückblick: Seit 51 Jahren gibt es mittlerweile den THW-Ortsverband Grünberg. Erste Anfänge fanden im kleinen Werkraum der Firma Plötner statt. Später stellte die Stadt die Garagen des ehemaligen Schottschen Anwesens im Graben zur Verfügung, auch diente das alte Feuerwehr-Gerätehaus am Kirchplatz als Garage. Die bis heute genutzte THW-Unterkunft auf der Rückseite der Gallushalle wurde am 26. September 1981 eingeweiht. Endlich war alles unter einem Dach oder zumindest doch an einem Platz: Unterrichtsraum, Geschäftszimmer, Kleiderkammer, Materiallager, Werkstatt, Teeküche, Umkleide- und Waschräume. Direkt daneben entstand eine Halle, in die – anfangs zumindest – alle Fahrzeuge unterkamen.

War zwischenzeitlich die Zukunft des THW Grünberg mal ungewiss, so setzte der Bund als Kostenträger zuletzt gar auf den Ausbau der Hilfskapazitäten – auch in Grünberg.

Fazit: Die Unterkunft ist – abgesehen von der suboptimalen Lage – zu klein. Ein Neubau direkt neben der Johanniter-Rettungswache, in Steinwurfnähe zur Landesstraße nach Rabenau, ist seither das große Ziel.

Das aber so schnell nicht zu erreichen wäre: Laut Bürgermeister Ide hätte das THW noch drei Jahre warten müssen, hätte man sich auf eine Finanzierung durch den Bund verlassen. Die Grünberger setzten auf die private Alternative.

Mit Erfolg: »Das THW hat wohl einen Investor gefunden«, konnte Ide in der jüngsten Ausschussrunde vermelden. Der private Geldgeber, von dem die Unterkunft angemietet wird, habe sich schon einen Planer geholt, der habe sich bereits an die Arbeit gemacht. Freilich müsse auch hier der Bund das Placet geben, genauer die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BiMA). Entscheidend aber: »Bei einem Auszug könnte der THW-Bereich in den Umbau des Stützpunktes mit einbezogen werden.«

Land will Zuschuss für TLF kürzen

Der steht seit Langem auf der Agenda: Noch in die Amtszeit von Altbürgermeister Damaschke zurück reichen die ersten Überlegungen für eine Erweiterung des Feuerwehrstützpunkts an der Gallushalle. Neue Räume brauchen die »Floriansjünger« vor allem, da die jetzige Atemschutzwerkstatt nicht den Vorschriften entspricht (kein Tageslicht), ein jederzeit möglicher Zugang auch der Stadtteilwehren zum Gerätepool gegeben sein soll; ebenso für die Jugendfeuerwehr und eine Frauenumkleide fehlt Platz. Nicht zuletzt ein Büro-/Dienstraum ist Teil der Planung. Bis auf Letzteres (zum Hof hin) soll ein Anbau Richtung Stadt besagte Mängel beheben. Im Etatentwurf findet sich – als letzte »Ansparrate« – ein Betrag von 100 000 Euro. Insgesamt stehen damit für die Um- und Anbaumaßnahmen 374 000 Euro bereit. Abzuziehen ist ein Landeszuschuss von 75 000 Euro; weniger als die Stadtväter erwartet hatten, zudem ist die »Landesknete« erst in 2013 zur Auszahlung avisiert.

Heuer vorgesehene Investitionen in den Brandschutz sind mit 1,07 Mio. Euro ohnedies überdurchschnittlich hoch. Neben dem Stützpunkt ist die Ersatzbeschaffung des im Herbst auf dem Weg zum Einsatz verunfallten Löschfahrzeuges (TLF 4000) ein dicker Brocken. Laut dem im Oktober 2011 schon festgestellten Etatentwurf liegt die Nettobelastung in Sachen »TLF 4000« bei rund 170 000 Euro – 380 000 Euro minus 123 000 Euro von der Versicherung und 88 000 Euro vom Land. So zumindest der Stand Oktober 2011. Nach neuesten Meldungen will Wiesbaden nur noch 55 000 Euro beisteuern. Ide: »30 000 Euro weniger – da werden wir nochmal das Gespräch mit dem Land suchen.«

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