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Grünberger Baumarkt soll um rund 4000 qm wachsen

Artikel vom 21.08.2010 - 14.30 Uhr

Grünberger Baumarkt soll um rund 4000 qm wachsen

Grünberg (tb). In betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen geht die Rede von der so genannten »DIY-Branche«, womit Betriebswirte jene Märkte meinen, in denen man vor allem Männer sieht, die sich der »Do It Yourself«-Bewegung angeschlossen haben.
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Den Baumärkten aber geht es nicht so gut: Aktuell befindet sich die Branche in einer Konsolidierungsphase, kleinere Märkte werden verdrängt. Dieser Gefahr zu begegnen, schickt sich der »Herkules-Baumarkt« (Edeka) in Grünberg an: Geplant ist die Erweiterung um eine modernes, großzügiges Gartencenter. Die Verkaufsfläche würde von um rund 4000 auf gut 9000 qm wachsen. Dass die Stadt den Weg für die Erweiterung und Sicherung ihres Frequenzbringers freimachen sollte, meint Bürgermeister Ide. Dafür geforderte Änderung des Bebauungsplans hat die Verwaltung jetzt in den Geschäftsgang des Stadtparlaments gebracht. Vor drei Wochen hatte der (hier allein entscheidungsbefugte) HFA bereits der Löschung der Rückauflassungsvormerkungen für die Parzelle Flur 3 Nr. 8/16 zugestimmt; womit die Kommune anzeigt, dass sie nichts gegen den Verkauf der 5000 qm in privater Hand nördlich des Marktes hat. Noch aber sind Fragezeichen angebracht: Der Ankauf der Flächen durch den Investor ist »noch nicht 100-prozentig sicher« (Ide).

Gestern Abend stand die Änderung des B-Planes auf der Tagesordnung des Bauausschusses. Der stimmte der Magistratsvorlage einstimmig bei einer Enthaltung der Grünen zu, deren Sprecher Nikl hatte Bedenken hinsichtlich einer Konkurrenz für die Baumschulen geäußert. Die Mehrheit teilte diese nicht, sah vielmehr eine Bereicherung für Grünberg, wenn der »grüne Bereich« (die bisherige Abteilung würde dem Baumarkt zugeschlagen, im Anschluss befände sich dann der in etwa verdoppelte Gartenbereich samt Blockhäusern) erweitert würde.

Sofern die Stadtverordneten dem folgen, wird der Bebauungsplan für die Carl-Benz-Straße geändert. Das Planziel: »Erweiterung des Sondergebietes, um den Anbau eines modernen Gartencenters mit Warnhalle, Kalthalle und Freiverkaufsfläche zu ermöglichen.« Der Flächennutzungsplan würde parallel geändert. Die Kosten will der Investor tragen.

Zur Vorgeschichte: Auf Antrag der Stadt Grünberg hatte der Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung im Jahr 2000 einer Abweichung vom Regionalen Raumordnungsplan stattgegeben. Womit die Raumplaner grünes Licht gaben für einen großen Bau- und Heimwerkermarkt inklusive Gartencenter mit einer Verkaufsfläche von insgesamt 5500 qm.

Erweiterung auf rund 9000 qm das Planziel

Festgesetzt wurde mithin die Aufteilung der Verkaufsfläche: rund 3000 qm für das klassische Sortiment, 2500 qm für Garten, Camping, Freilandholz. Zur Ausweisung gelangte schließlich ein »Sondergebiet für großflächigen Einzelhandel«. Die Festsetzungen der Verkaufsflächen sollen jetzt wie folgt geändert werden: Bau- und Heimwerkermarkt 4150 qm, Gartencenter 2600 qm, Freiverkaufsfläche 2100 qm, Ausstellungsfläche Blockhäuser 300 qm - macht insgesamt 9150 qm. In den 4150 qm Bau- und Heimwerkermarkt enthalten wären der Eingangsbereich und der Backshop. Dass dies alles »vorläufige (Maximal-)Werte, sind, die im Zuge der Plankonkretisierung noch geändert werden können«, betont Bürgermeister Ide.



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Artikel vom 21.08.2010 - 14.30 Uhr
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