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Gefahrgutunfall in Grünberg: Feuerwehr weiter im Einsatz

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Artikel vom 07.02.2014 - 16.45 Uhr

Gefahrgutunfall in Grünberg: Feuerwehr weiter im Einsatz

Grünberg (bf). Ein Unfall mit giftiger Phosphorsäure im Grünberger Industriegebiet hat am Freitag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Drei Personen erlitten Verletzungen. Wie die Polizei gegen 16 Uhr mitteilte, dauern die Erd- und Reinigungsarbeiten noch an.

Gefahrgutunfall in Grünberg
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Die Feuerwehr, so weiter die Polizeipressestelle, gehe inzwischen von einer ausgetretenen Menge von ca. 400 Litern Phosphorsäure aus. Etwa fünf Quadratmeter Erdreich wurden kontaminiert und werden auf rund zehn Zentimeter Tiefe abgetragen. Die Oberfläche war zuvor mit Bindemittel abgebunden und auch das Container-Leck abgedichtet worden. Daneben würden die restlichen IBC-Behälter (Tanks) vom Sattelauflieger abgeladen, die Ladefläche werde von einer Spezialfirma gereinigt, bevor eine korrekte Verladung und Abnahme zur Weiterfahrt stattfinden könne.

Einer Polizeistreife war am Vormittag der polnische Gefahrgut-Lkw auf der A5 in südlicher Richtung fahrend aufgefallen. Bei der Kontrolle auf dem Parkplatz Heegberg, zwischen den Anschlussstellen Homberg/Ohm und Grünberg, wurde festgestellt, dass die 15 IBC-Behälter mit 15 000 Liter Phosphorsäure nicht vorschriftsmäßig verladen waren. Der Lkw wurde deshalb zum Umladen auf das Betriebsgelände eines Abschleppunternehmens mit entsprechender Hebetechnik im Grünberger Industriegebiet gelotst. Beim Entladen der 1000-Liter-IBC-Behälter war aus einem der Gefahrstoff ausgetreten und hatte den Einsatz der Feuerwehr, Rettungsdienste, Unteren Wasserbehörde und Polizei zur Folge.

Die Ursache, die zum Leck und Austritt des Gefahrstoffes führte, ist noch nicht geklärt. Die Ermittlungen dauern an. Für die weiteren Ermittlungen wurde auch das Umweltkommissariat des Polizeipräsidiums Mittelhessen hinzugezogen.

Nach bisherigen Erkenntnissen waren der Lkw-Fahrer, ein Arbeiter und ein Polizeibeamter leicht verletzt zur Untersuchung in Krankenhäuser gebracht worden.

Rund 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten, Unterer Wasserbehörde und Polizei waren vor Ort. Die örtliche Bevölkerung war am Mittag kurzzeitig gewarnt worden, wegen unklarer Dampfentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten.

+++ Weitere Bilder zum Gefahrgutunfall in der Bildergalerie

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Artikel vom 07.02.2014 - 16.45 Uhr
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