Grünberg (jhm). In einer Feierstunde wurden am Freitag die Haupt- und Realschulabsolventen der Theo-Koch Schule verabschiedet. Schulleiter Herbert Stündl betonte in seiner Ansprache, man habe versucht, den Abgängern neben Kenntnissen und Wissen auch charakterliche Eigenschaften zu vermitteln, vor allem Mut und Engagement seien in der »Zeit der Krisen« gefragt: »Geht hoffnungsvoll in die Zukunft, auch wenn sie in vielen Punkten heute noch düster und ungewiss zu sein scheint.
Die Schulband, hier mit »Billie Jean«, trug zum Programm bei.
Fragt nicht was euch die Zukunft ›bringen‹ wird, denn bringen wird sie euch wohl wirklich nichts. Aber wenn ihr hingeht, aktiv seid, euch anstrengt und euch um Sachen kümmert, wird es dort manches zu holen geben.«
Exemplarisch nannte Stündl den Erfolg der ersten »SchuB-Klasse« (Schule und Beruf-Klasse) des Jahrgangs 10. Nicht zuletzt dank des neuen integrativen Modells von Schul- und Berufsausbildung haben von zwölf Schülern zehn eine Lehrstelle, zwei gehen in weiterführende Maßnahmen. »Wir lassen euch gerne gehen, weil wir euch gelehrt haben, wie ihr ohne uns auskommt. Denkt an uns zurück - bleibt der TKS verbunden«, schloss Stündl.
Begonnen hatte das Rahmenprogramm der Verabschiedung mit einem Vortrag der Bläserklasse 6b unter Leitung von Heike Kratz-Gunkel. Für die Stadt Grünberg gratulierte Bürgermeister Ide den Absolventen. Er betonte die Wichtigkeit eines schrittweisen Vorgehens in der Lebensplanung und hob auch die Bedeutung von glücklichen Zufällen hervor. »Man sollte immer wieder über die Ziele im Leben nachdenken, sich dabei aber auch die notwendige Unbekümmertheit behalten.« Wichtig sei es, mit Menschen in Kontakt zu sein und sich auch in Hobbys oder Ehrenämtern zu engagieren.
Für den Elternbeirat gratulierte Cornelia Schmidt, die den Absolventen »Menschen an eurer Seite« wünschte, »die euch lieben und kritisieren.« Der Vorsitzende der Ehemaligen-Vereinigung, Christian Küchenthal, betonte die Wichtigkeit lebenslangen Lernens und persönlicher Ziele: »Es gibt immer auch mal Abweichungen von Plänen. Aber man sollte zumindest immer eine Idee haben, wie es einem ergehen soll.«
Eine persönlich-kritische Ansprache an die »Ehemaligen« richtete Pädagogische Leiterin Gabriele Winter. So sei ein besonderes Bildungsangebot des vergangenen Jahres - ein Qualifizierungskurs zum Thema Holztechnik mit einem Schreinermeister - trotz Teilnahmebeschränkung von vielen angemeldeten Schülern nicht besucht worden, weil es dafür am Ende keine Noten gab. Erst durch das Druckmittel, Fehlzeiten im Abschlusszeugnis vermerkt zu bekommen, sei das Angebot wieder murrend wahrgenommen worden. »Denkt daran, mit diesem bestandenen Abschluss habt ihr nur den ersten Schritt zu einer guten Bildung getan«, mahnte Winter abschließend. Bevor die Zeugnisse den Absolventen überreicht wurden, bedankten sich die Schüler der Abschlussklassen bei ihren Lehrern mit Präsenten und guten Worten für die gute Zusammenarbeit, die Schul-Band der TKS unter Leitung von Benjamin Schön sorgte mit »Bilie Jean« und »Like the way I do« für gute Stimmung. (Foto: jhm)