Grünberg (eva). Ein voller Erfolg war die vom Musikverein Stangenrod initiierte Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Dorfes Lumda, das am Abend des 23. August durch einen Tornado großen Schaden genommen hat. Nach der Eröffnung mit zwei beschwingten Weisen begrüßte Lumdas Ortsvorsteher Jürgen Tröller die Gäste im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus.
Benefizkonzert in Lumda: Links der Musikverein Stangenrod, rechts die Spendenübergaben mit (von links) Berthold Margolf, Birgit Otto, Carsten Stobäus, Volker Koch, Silvia Linker, Jürgen Tröller und Frank Ide. (Fotos: eva)
Grünberg (eva). Ein voller Erfolg war die vom Musikverein Stangenrod initiierte Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Dorfes Lumda, das am Abend des 23. August durch einen Tornado großen Schaden genommen hat. Nach der Eröffnung mit zwei beschwingten Weisen begrüßte Lumdas Ortsvorsteher Jürgen Tröller die Gäste im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus. Tröller dankte in erster Linie dem Musikverein Stangenrod für die Idee und das Angebot, was der Ortsbeirat gerne angenommen und mit Übernahme der Organisation unterstützt habe. Er übermittelte die Grüße des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, der Lumda als Soforthilfe 500 Euro als Spende der Staatskanzlei zugesagt habe.
Man könne es im Nachhinein großes Glück nennen, dass niemand verletzt wurde, erinnerte Tröller nochmals an den 23. August. Daher habe es auch einen Dankgottesdienst gegeben, in dem die Menschen ebenfalls über das Erlebte berichten, es sich von der Seele reden konnten.
Zum Zeitpunkt der Katastrophe befand sich Tröller selbst einige Kilometer außerhalb Lumda, bei der Rückkehr habe er dann vor einem für den Verkehr gesperrten und verwüsteten Heimatort gestanden. Ob nun Feuerwehren, Polizei, DRK, THW, ob nun die vielen Handwerker oder die Nachbarn, aber auch die Sparkasse - »Hilfsbereitschaft und Einsatz waren einfach überwältigend«, betonte Tröller. »Wir Lumdaer sind dafür sehr dankbar.« Dank galt auch der Stadt Grünberg sowie an die Stadtwerke Gießen für die unentgeltliche Entsorgung des Bauschuttes sowie der Holz- und Baumschnittabfälle.
Bürgermeister Frank Ide seinerseits würdigte das Engagements Tröllers wie des gesamten Ortsbeirats Lumda in den vergangenen Wochen. »Dach abgedeckt in Lumda nach Sturmschäden«, zitierte er dann die erste Meldung, die am 23. August bei der Feuerwehr eingegangen war. Wie sich bald zeigen sollte, war es mehr als ein Dach, wütete ein Tornado mit einem für diese Region unbekanntem Ausmaß. Doch sei man sich bewusst: »Trotz aller Schäden hatten wir noch Glück im Unglück.« Auch weil laut einem »Tornado-Forscher« die Windhose das Dorf schon abgeschwächt getroffen, die Hauptstärke zwischen Reinhardshain und Lumda gelegen habe.
Erlös einzig für gemeinnützige Zwecke
Neben dem Verkaufserlös der Veranstaltung, bei der auch fürs leibliche Wohl gesorgt war (darunter viele selbstgebackene Kuchen), kamen noch viele Einzelspenden hinzu. Silvia Linker, Vorstand der Sparkasse Grünberg, und Volker Koch von der Sparkassenversicherung überreichten überdies an Ortsvorsteher Tröller Spenden von je 1000 Euro. Carsten Stobäus hatte 1500 Euro vom Grünberger Edeka-Markt Horst im Gepäck, für die Volksbank überbrachte Berthold Margolf 500 Euro, für die CDU Grünberg übergab Birgit Otto einen Gutschein für einen Baum, eine weitere Spende kam von der Fa. Riedmann.