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»Auf diese Ehrenamtlichen kann man sich verlassen«

Artikel vom 30.08.2010 - 19.55 Uhr

»Auf diese Ehrenamtlichen kann man sich verlassen«

Grünberg (pm). Jürgen Krumm aus Grünberg gehört zu den Menschen, die auch im Rentenalter die Hände nicht in den Schoß legen können und wollen, sondern als jung gebliebener Senior eine sinnvolle Beschäftigung suchen. Als Jürgen Krumm in der Zeitung den Aufruf las, dass freiwillige Helfer für den Transport von »heißer Ware« gesucht werden, machte er sich auf den Weg zum Infostand des Seniorenbüros Grünberg auf dem Wochenmarkt und legte dessen Leiterin Beate Herdejost den Zeitungsausschnitt auf den Tisch. Versehen mit der knappen Bemerkung: »Ich will da mitmachen«. Das war vor einem Jahr - ein guter Zeitpunkt, ein Resümee zu ziehen.
Für ihren Einsatz dankte Bürgermeister Frank Ide (2. v. l.) und Beate Herdejost, Leiterin des Seniorenbüros (3. v. r.)  den Helf
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Für ihren Einsatz dankte Bürgermeister Frank Ide (2. v. l.) und Beate Herdejost, Leiterin des Seniorenbüros (3. v. r.) den Helfern Gerhard Großhaus (l.), Jürgen Krumm (3. v. l.) sowie Angelika und Jens Jensen (r.). (Foto: pm)
Der »Mann der ersten Stunde« war Gerhard Großhaus, der bereits im Mai 2008 Interesse an dem Projekt bekundete. Mit einem Foto von ihm mit der Essenskiste in der Hand warb das Seniorenbüro in der Presse für weitere Freiwillige. Mit Jürgen Krumm, Angelika und Jens Jensen, sowie Walter Corell kamen vier weitere Personen hinzu, die sich mit eigenen Fahrzeugen als Transporteure für »heiße Ware«, dem warmen Mittagessen für die Kinder im Kindergarten Schulstraße, wöchentlich abwechseln.

Da die Stadt Grünberg dem Wunsch vieler Eltern nach längeren Öffnungszeiten der Kindergärten nachkam, musste auch ein Mittagessen angeboten werden.

Ernst Ludwig Ide zwangsrekrutiert

Die räumlichen Voraussetzungen, für die beiden Kindergärten der Kernstadt täglich eine warme Mahlzeit zuzubereiten, sind in der Einrichtung am Rondell vorhanden. Den Transport übernahm, halb freiwillig, halb von Bürgermeister Frank Ide »zwangsrekrutiert«, dessen Vater. Als der, mit Namen Ernst Ludwig Ide, aus Grünberg wegzog, musste schnellstens Ersatz gefunden werden, vorübergehend durch einen städtischen Mitarbeiter, der dafür jeweils seine eigentliche Arbeit unterbrechen musste. Der Rest ist bekannt.

Dieses freiwillige Engagement erfordere zwar keinen großen Zeiteinsatz pro Tag, dafür aber ein hohes Maß an Zuverlässigkeit, sagt Beate Herdejost. Und die Arbeitseinsätze müssten gut geplant und abgesprochen werden, »damit sich Menschen gerne auf Zeit für andere einbringen«, betonte die Leiterin des Seniorenbüros in der Bahnhofstr. 37, einer Einrichtung des Diakonischen Werkes in Kooperation mit der Stadt Grünberg. Nach eigenen Aussagen der fünf freiwilligen Helfer klappe die Organisation sowohl untereinander als auch seitens der Kindergärten hervorragend. »Man kann sich auf sie verlassen.« Probleme seien höchstens im Zuge der Baumaßnahmen bei den »Rondellis« aufgetaucht, die das Beladen des Fahrzeugs etwas schwierig machten. Für das Entladen in der Schulstraße hat man noch keine perfekte Lösung gefunden. Am einfachsten wäre es, mit dem Auto auf das Gelände zu fahren. Das offene Tor wäre dann jedoch eine Gefahr für die Kinder. Im Moment hilft immer eine Erzieherin beim Tragen der Warmhaltekiste. Auf die Frage, warum sich die fünf Grünberger für das Ehrenamt engagieren, antworteten sie übereinstimmend, dass es einfach Spaß mache, das Rentnerdasein mit etwas sinnvollem auszufüllen. Außerdem habe man inzwischen nette Kontakte zur Köchin, den Erzieherinnen und natürlich den Kindern geknüpft, die sich stets freuten, wenn das Auto mit dem dampfenden Mittagessen vor der Tür stehe.

»Gesunde Ernährung wichtig«

Als ehemaligem Leiter des Sporthotels liegt Jens Jensen die gesunde Ernährung der Kinder durch täglich frische Zubereitung besonders am Herzen, was er mit seinem Engagement gerne unterstütze. Wie zuverlässig und gut das Team aufeinander eingestellt ist, zeigt die Tatsache, dass bisher an keinem Tag seit Bestehen des »Transportunternehmens heiße Ware« die Stadt als Ersatz einspringen musste.

Es gibt noch viele weitere interessante Projekte, für die das Seniorenbüro noch freiwillige Helfer sucht. Informationen bei Beate Herdejost, Bahnhofstraße 37, Tel. 0 64 01/ 22 31 14 14 (ab 8. September).

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Artikel vom 30.08.2010 - 19.55 Uhr
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