Einer unbefristeten Verlängerung des Vertrages zwischen Stadt und Diakonischem Werk zur Führung eines Seniorenbüros, wie in der Magistratsvorlage gewünscht, konnten sich die Ausschussmitglieder nicht anschließen, auch wenn sich die Einrichtung bewährt habe. Helga Nerlich schlug eine Verlängerung auf weitere zwei Jahre vor, Thomas Kreuder (Freie Wähler) auf fünf Jahre »als Signal für die positive Arbeit«, und Jürgen Schmidt (SPD) wollte zunächst die Entscheidung in der Fraktionssitzung abwarten.
Gegen unbefristeten Vertrag mit Diakonie
Einzig Ausschussvorsitzender Klaus-Peter Kreuder konnte sich eine unbefristete Verlängerung vorstellen, da die Kommunen in Zukunft immer stärker auf die Mitarbeit freiwilliger Helfer angewiesen sei. Mit zwei Ja-Stimmen bei sechs Enthaltungen schloss sich der Ausschuss dem Vorschlag der FW an.
Wie Bürgermeister Ide ausführte, hatte die Stadt mit dem Diakonischen Werk im Juli 2008 die Vereinbarung getroffen, die Personal- und Sachkosten in Höhe von bisher 30 000 Euro für zwei Jahre zu übernehmen. In Gesprächen mit der Diakonie konnte der Zuschuss um zehn Prozent auf 27 000 Euro gesenkt werden, beginnend mit der Vertragsverlängerung. Die Kürzung sei zwar schmerzlich, aber mit dieser Unterstützung könne das Seniorenbüro weiter arbeiten wie bisher, heißt es aus Kreisen der Diakonie.
Wie es in der Magistratsvorlage heißt, seien viele Aktivitäten ins Leben gerufen worden, die die Stadt bei ihrer Aufgabenerfüllung unterstützen, wie etwa die ehrenamtlichen Helfer, die täglich das Mittagessen vom Kindergarten »Rondell« in die Schulstraße bringen. In Planung ist ein Dienst, der pflegende Angehörige durch Aktivitäten mit den Patienten entlastet, sowie die Einrichtung eines Begleitdienstes für Kita-Busse.