75 Jahre FFW Stangenrod: »Feuerwerk der Volksmusik«
Grünberg (jhm). Mit einem stimmungsvollen »Feuerwerk der Volksmusik« läutete am Freitagabend die Freiwillige Feuerwehr Stangenrod ihr 75-jähriges Vereinsjubiläum ein. In einem voll besetzten Festzelt sorgten dabei zahlreiche Interpreten (auch aus Oberhessen) für ein erstklassiges und abwechslungsreiches Programm, welches von »Wildkogelkrainer« Benjamin Hett launig moderiert wurde.
Ein typischer »Owerhess«: Heinz Fleischhauer (links, hier unterstützt von Olli Russ (rechts) von den »Wildkogelkrainern«. (Foto: jhm)
Zum Auftakt bot die »Original Kapelle Heimatlos« Egerländer Blasmusik vom Feinsten und lud mit Stücken wie »Serenada Mexicana«, »Böhmischer Traum«, der »Schnellpolka« und natürlich der »Südböhmischen Polka« zum Schunkeln ein.
Debüt für »Die Schinkentaler«
Es folgte das Bühnendebüt für »Die Schinkentaler« alias Stephan Hahn (Gesang), Christoph »Adi« Jung (Schlagzeug) und Marc Lempka (Keyboard), welche »Niveauschlager mit Herz« zum Besten gaben. Die drei Feschen aus dem Gießener Land überzeugten dabei sowohl mit beschwingten Stücken wie »Dann, wenn alle lachen« oder »Sonnenschein und Wein« als auch mit Balladen wie »Himmelblaue Augen« und »Der Mond scheint für uns zwei«.
Der Vorsitzender der Feuerwehr Stangenrod, Steffen Schäfer, freute sich in einer kurzen Ansprache über den regen Zuspruch der Bevölkerung, welche sich auch nicht durch das schlechte Wetter habe beeinflussen lassen.
Regionale Zünftigkeit präsentierte im Anschluss auch »De Owerhess« Heinz Fleischhauer, ehemals Liedsänger der »Drei Owerhesse« (Freienseen). Mit bekannten Festzelthits wie »Aale Geier«, »Maadche bleib bei mir« oder der schwungvollen David Hasselhoff-Adaption »I’ve been looking for Freibier« brachte die Stimmungskanone »off Platt’« das Publikum erstmals so richtig zum Ausflippen.
Für Abwechslung sorgte im Anschluss der Auftritt von Schlagersänger Stefan Pridöhl, der sich sogleich unters Publikum mischte und mit Liedern wie »Ich will frei sein« und »In einem weißen Bungalow« seinem Ruf als neuer »Stern am Vogelsberger Schlagerhimmel« gerecht wurde. Mit seiner »singenden Trompete« begeisterte schließlich Markus Arnold, seines Zeichens auch Mitglied der »Original Kapelle Heimatlos«. Dass er nicht umsonst den dritten Platz beim »Superstar der Volksmusik« abgeräumt hat, bewies er sowohl bei Eigenkompositionen wie »Zauber der Lechner Trompete« als auch bei Weltmusik aus den Bereichen Folklore, volkstümlichen Schlagern und Balladen.
Oliver Russ am Akkordeon
Zweifellos Höhepunkt des Abends war schließlich der Auftritt der »Wildkogelkrainer« mit dem erst 14-jährigen Oliver Russ (Akkordeon) aus Ilsdorf und Benny Hett (Steiersche Harmonika), die mit ihrem unverkennbaren steirisch-fetzigen Sound auch in Funk und Fernsehen (»Musikantenstadl«) für Furore gesorgt hatten. Von ihrem neuen Album »Wir steh’n auf Oberkrainer« präsentierten sie den Titelsong, »Sirtaki mit der Quetschn« sowie »Es fetzt« – gerade mit letztgenanntem Stück machten sie der Stimmung im Festzelt alle Ehre. Nach einigen wohlverdienten und gefeierten Zugaben war zwar das Bühnenprogramm beendet, die gute Stimmung soll jedoch noch bis weit in die Nacht angedauert haben.
Es war ein super tolles Fest in Stangenrod. Vor allen Dingen die Musik war einsame Spitze, genau wie die Interpreten. Tirol hat seinen "Hansi" und nicht nur die Oberhessen haben ihren "Heinzi". Dieser steht dem Hansi in nichts nach. Danke für den sehr guten Artikel. Christa Schäfer
Danke für den sehr guten Artikel.
Christa Schäfer