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50 Sportplätze für drei Gemeinden

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Artikel vom 18.02.2016 - 18.11 Uhr

50 Sportplätze für drei Gemeinden

Grünberg (tb). Was lange, ziemlich lange währte, wird es endlich gut? Die Rede ist hier vom Gewerbegebiet, direkt an der Autobahnauffahrt Lumda gelegen, die – auch das währte ziemlich lange – im Juni 2004 eröffnet wurde.

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Die Autobahnauffahrt Grünberg, Richtung Frankfurt: Linker Hand sind Flächen für ansiedlungswillige Unternehmen geplant. (Foto: tb)
© Thomas Brueckner
Was nach dem Scheitern des ersten Anlaufs für ein gutes Ende spricht: Die Verhandlungen zum Ankauf der Grundstücke dürften in Kürze zum Abschluss gebracht werden. Bürgermeister Frank Ide: »Es fehlen nurmehr die Einverständniserklärungen von zweien der rund 20 Eigentümer.« Die werde die Verwaltung jetzt erinnern, bliebe das erfolglos, werde man das persönliche Gespräch suchen.

Anders als beim ersten Anlauf südlich der Autobahntrasse, als das Nein der Eigner zentral gelegener Parzellen die Sache platzen ließ, ist Grünbergs Verwaltungschef diesmal zuversichtlich: Für April bereits rechnet er mit der Unterzeichnung der Kaufverträge.

Wiewohl die 25 Hektar überplanter Fläche nördlich der A 5 (fünf weniger als bei der »Süd-Variante«) auf Grünberger Gemarkung liegen, wird das Gewerbegebiet gemäß RP-Auflage gemeinsam mit Nachbarn aufgelegt: Rabenau und auch Allendorf/Lumda sind im Boot. Beiden dürfte das zupass kommen: Da »Kleinzentren«, erlaubt ihnen die Regionalplanung keine größeren Gewerbegebiete.

Steueranteil nach Einwohnerzahl?

In Kürze, so gestern Ide auf Anfrage dieser Zeitung, wollen die drei Gemeinden über die vertragliche Ausgestaltung der hierzulande recht neuen Spielart interkommunaler Zusammenarbeit sprechen. Top-Thema: »Regelung des Innenverhältnisses«. Heißt: Wer bringt was ein, etwa Öko-Punkte für den Ausgleich des Eingriffs in Natur und Landschaft? Vor allem: Wer bekommt wie viel heraus? Gemeint ist da natürlich die Verteilung der Erlöse, aus dem Verkauf erschlossener Parzellen wie vor allem aus der Gewerbesteuer. Letztere könnte etwa gemäß der Einwohnerzahl oder der Vermittlungsquote von Ansiedlungen verteilt werden.

Sobald die Grundstücksgeschäfte zum Abschluss gebracht sind, geht’s an die Erschließungsplanung. Nur der Vollständigkeit halber: Das vom RP verlangte Abweichungsverfahren für die »Nord-Variante« (gewerbliche statt landwirtschaftliche Nutzung) ist längst abgeschlossen. Und: Nach der Erfahrung mit dem Wohngebiet »Baumgartenfeld« (die GAZ berichtete über die »Nachzahlung« von rund 60 000 Euro) dürfte sich die Verwaltung hier frühzeitig um Dauer eventueller Pachtverträge und Höhe daher notwendiger Entschädigungszahlungen informieren.

Wieder Bürgermeister Ide veranschaulichte gestern den Bedarf der Gallusstadt für neue Gewerbeflächen: In den »Temperwiesen« vor den Toren Grünbergs stehen danach nurmehr rund 7000 Quadratmeter zur Verfügung. Hört sich nach viel an, ist es aber nicht: 7000 Quadratmeter sind schließlich nur gut anderthalb Fußballplätze. Ein in den nächsten beiden Jahren geschaffenes neues Gewerbegebiet – zumal äußerst attraktiv gelegen an einer der meistbefahrenen Verkehrsachsen der Republik – mit einer Ausdehnung von rund 50 Fußballplätzen käme da gerade recht.

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Artikel vom 18.02.2016 - 18.11 Uhr
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